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BBC: Ägypten-Berichterstattung im Iran gestört

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Nach umfangreicher Berichterstattung über die Unruhen in Ägypten ist die Ausstrahlung des britischen Senders BBC im Iran gestört worden. Seit Donnerstagabend sei die Übertragung des persischen TV-Angebotes unterbrochen, teilte die BBC am Freitag in London mit. Satelliten-Techniker hätten eindeutig herausgefunden, dass die Störung aus dem Iran komme. Die Zuschauerzahlen seien in die Höhe geschnellt, weil viele Iraner die Live-Berichte und Analysen der BBC aus Ägypten verfolgt hätten. Doch am Abend der Ansprache von Ägyptens Präsident Husni Mubarak sei der Empfang gestört worden.

"Unsere Zuschauerreaktionen machen deutlich, dass die Menschen im Iran wissen wollen, was in Ägypten los ist", sagte der Direktor des BBC World Service, Peter Horrocks. Man werde alles tun, um sie weiter auf dem neuesten Stand zu halten. So könne BBC Persian TV auch über Internet geschaut werden. Der Sender war 2009 gestartet und hat seitdem immer wieder mit "absichtlichen Versuchen", die Übertragung zu stören, zu kämpfen, hieß es.

Die ägyptische Armeeführung hat unterdessen Garantien für einen politischen Reformprozess im Land abgegeben. In einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung kündigte das Oberkommando an, es werde den Weg zu freien und fairen Wahlen und einer demokratischen Gesellschaft sichern.

Zugleich sollen heute neue Massenproteste der Opposition Präsident Husni Mubarak aus dem Amt treiben. Die Opposition hofft nach der erneuten Weigerung Mubaraks, sofort zurückzutreten, auf bis zu 20 Millionen Teilnehmer im ganzen Land. (anw)