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"BBC Micro Bit": Der Mikrocomputer für britische Schüler

Das finale Design des Mikrocomputers BBC Micro Bit unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von dem im März vorgestellten Prototyp.

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BBC Micro Bit

(Bild: BBC)

Die staatliche britische Sende-Anstalt BBC hat das engültige Design seines Mikrocomputersytems präsentiert. Es unterscheidet sich in einigen Punkten von dem im März vorgestellten "BBC Micro Bit" -Prototypen. Zusätzlich zu dem Magnetsensor beherbergt die Platine nun auch einen Beschleunigungssensor sowie zwei Minitaster für Eingaben.

Weggefallen ist dafür die ursprünglich vorgesehene Halterung für eine Knopfzelle. Dafür ist die Platine deutlich geschrumpft und misst nun lediglich vier mal fünf Zentimeter. Die Energieversorgung für den Batteriebetrieb muss nun über externe AAA-Batterien erfolgen.

Der "BBC Micro Bit" ist nur 4 mal 5 Zentimeter groß und soll kostenlos an alle Siebtklässler in Großbritanien verteilt werden.

(Bild: BBC)

Auf dem Board arbeitet ein 32-Bit ARM-Prozessor vom Typ Cortex M0 mit integriertem Bluetooth 4 (Low Energy). Darüber soll sich der Controller auch programmieren lassen. Als Entwicklungsumgebung ist eine Webanwendung angekündigt, die in aktuellen Web-Browsern laufen soll und das Programmieren möglichst niedrigschwellig machen soll.

Die Produktion werde im September anlaufen, sodass noch vor Jahresende wie geplant etwa eine Million Exemplare kostenlos an alle Kinder der siebten Jahrgangsstufe an den Schulen des Vereinigten Königreiches verteilt werden können.

Die Initiatoren – neben der BBC sind unter anderem ARM, Freescale und Samsung darunter – sehen den "Micro Bit" nicht als Konkurrenz zu Arduino, Raspberry und Co., sondern eher als Ergänzung, mit der Schulkinder an die Welt der Mikrocontroller und Einplatinencomputer herangeführt werden sollen. In Deutschland sind derartige Initiativen in Schulen eher nicht in Sicht. (tig)

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