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BBC plant Bündnis gegen Fake News

Die BBC strebt eine enge Zusammenarbeit mit Medien und Technik-Unternehmen an, um Fake News und gezielte Desinformationen zu bekämpfen.

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(Bild: BBC)

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Die BBC hat eine großangelegte Initiative gegen Fake News angekündigt, für die der britische TV- und Radiosender sowohl andere Medienunternehmen als auch Tech-Firmen als Partner gewinnen will. In der recht knapp gehaltenen Meldung auf der BBC-Webseite ist nur ganz vage die Rede von Zusammenarbeit mit "den größten Namen der Medien- und Technikbranche".

Die Financial Times, die selbst offenbar auch mit im Boot ist, wird in einer Meldung zur BBC-Initiative konkreter. Hier werden "Financial Times, Reuters, Wall Street Journal, The Hindu, Agence France-Presse, Canadian Broadcasting Corporation und European Broadcasting Union" namentlich genannt.

Journalisten dieser Medien hatten im Juni an der von der BBC organisierten Konferenz "Trusted News Summit" teilgenommen, ebenso wie Vertreter von Google, Facebook und Twitter. Daraus habe sich die nun angekündigte Kampagne ergeben, die auf eine enge Zusammenarbeit von Medien und Industrie setzt. Noch stehe das Projekt ganz am Anfang, berichtet die Financial Times.

Die BBC nennt jedoch jetzt schon große Ziele. So soll eine Art Frühwarnsystem für Fake News aufgebaut werden, das insbesondere vor und während einer politisch bedeutsamen Wahl systematische Falschinformation aufdeckt, indem es alle Beteiligten eng miteinander vernetzt. Als erste Schritte plant die BBC Workshops zu Medienerziehung und Wählerinformation sowie einen Erfahrungsaustausch darüber, wie man bei problematischen Entwicklungen rund um Wahlen gegensteuern kann.

"Desinformation and sogenannte Fake News bedrohen uns alle. Im schlimmsten Fall gefährden sie die Demokratie, unter Umständen sogar Menschenleben", sagt Tony Hall, der Generaldirektor der BBC. Die Sendeanstalt engagiert sich vielfältig gegen Desinformation. So hatte sich Ende 2018 beispielsweise eine BBC-Studie in Indien, Kenia und Nigeria mit der Verbreitung von Nachrichten über WhatsApp beschäftigt. (dwi)