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BKA-Chef fordert härtere Strafen im Kampf gegen Cybercrime

Holger Münch fordert, beispielsweise Entwickler von Schad- oder Cracker-Software härter zu bestrafen. Auch Betreiber von illegalen Online-Handelsplätzen nimmt der BKA-Chef ins Visier.

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Polizei, Cybercrime, Sicherheit

Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, verlangt im Kampf gegen Cyberkriminalität härtere Strafen. "Das Recht bei Straftaten im digitalen Raum muss modernisiert werden", sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Wenn wir über Industrie 4.0 und Kriminalität 4.0 diskutieren, können wir nicht mit dem Recht 1.0 arbeiten", meinte Münch.

Holger Münch, Chef des BKA

(Bild: BKA )

Es könne nicht sein, dass jemand, der Computerprogramme entwickele, um über Softwarelücken in Server einzubrechen und damit Millionenschäden anrichte, eine Bewährungsstrafe erhalte – oder dass jemand, der einen Online-Handelsplatz für Drogen und Waffen aufbaue, milder bestraft werde als jemand, der auf diesem Handelsplatz die Drogen verkaufe. Von einer neuen Bundesregierung forderte Münch zudem, sie müsse die polizeiliche Zusammenarbeit von Bund und Ländern weiterentwickeln und die Polizeigesetze vereinheitlichen. (jk)