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BKA-Chef fordert schärfere Strafen gegen Cyberkriminalität

Kriminalität und Angriffe aus dem Netz besorgen nicht nur den BKA-Präsidenten, sondern auch viele Politiker. Der Bayerische Innenminister Herrmann fordert wenige Wochen vor der Bundestagswahl eine bundesweite Strategie für Cybersicherheit.

BKA-Chef fordert schärfere Strafen gegen Cyberkriminalität

(Bild: (Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand/Symbol))

Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, fordert eine härtere Gangart im Kampf gegen Cyberkriminalität. Bei der Bekämpfung illegaler Verkaufsplattformen im Darknet und krimineller Cyberstrukturen im Netz müsse das Strafrecht angepasst werden, sagte Münch der Zeitung Die Welt. "Profi-Hacker können enorme Schäden anrichten. Sie stellen eine Gefahr für Sicherheit und Volkswirtschaft dar." Das müsse sich auch deutlich im Strafmaß widerspiegeln, sagte Münch. Der BKA-Präsident hatte zuletzt von gut 82.000 registrierten Fällen von Cyberkriminalität im Jahr 2016 gesprochen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) fordert eine bundesweite Strategie für Cybersicherheit. Deutschland müsse sich in der neuen Legislaturperiode gegen Angriffe aus dem Netz völlig neu aufstellen. "Noch mehr als beim Terrorismus verwischen hier die Kompetenzen zwischen Bund, Land und Bundeswehr komplett", sagte der CSU-Politiker dem Spiegel. Je nachdem, wo der Angreifer sitze, sei entweder eine örtliche Polizei, das Bundeskriminalamt oder die Verteidigungsministerin zuständig. "Wir können jedenfalls die ganze Abwehrstrategie nicht immer dreifach aufstellen", sagte Herrmann. "Wir brauchen neue Strukturen." Herrmann tritt als CSU-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl an und wird für den Fall eines Sieges der Union als möglicher Bundesinnenminister gehandelt. (dpa) / (dwi)

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