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BPjS grübelt über Indizierung von Counter-Strike

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Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) prüft derzeit eine Indizierung der englischen Verkaufsversion des PC-Action-Spiels Counter-Strike und will eine Entscheidung bis spätestens Anfang April 2002 fällen. Die kostenlose Download-Version ist davon definitiv nicht betroffen. Entgegen anders lautenden Berichten wurde der Antrag zur Indizierung vom Stadtjugendamt Bochum bereits im Juli vergangenen Jahres eingereicht, die Entscheidung wegen des Umzugs der Behörde und einem Netzwerkproblem aber immer wieder verschoben.

Aber auch unzählige Zuschriften erschweren der BPjS die Arbeit. Diese anscheinend mehrheitlich Pro-Counter-Strike-Mails haben die Prüfstelle dazu bewogen, den Fall noch einmal neu aufzurollen. "Eigentlich war die Indizierung bereits beschlossen", sagte Ute Kortländer von der Bundesprüfstelle gegenüber heise online. "Nachdem bekannt geworden ist, dass bei uns Counter-Strike zur Prüfung auf Indizierung vorliegt, sind hier zig E-Mails eingetroffen. Diese Zuschriftenwelle war größer als bei der Bekanntgabe der Indizierung von Unreal Tournament und Return to Castle Wolfenstein".

Überrascht zeigte sich Kortländer besonders von der Resonanz der Counter-Strike-Community, die der Behörde versucht klar zu machen, welche Bedeutung CS nicht nur für die Spieler sondern auch für eine ganze Branche hat. "Viele verweisen bei ihrer Pro-CS-Argumentation auf die bestehenden internationalen Ligen mit hohen Preisgeldern. Die Fans kritisieren, dass ausländische Spieler unter 18 Jahren hierzulande nicht mehr an Turnieren teilnehmen könnten." (daa)

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