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BSA: Anteil illegaler Software geht hierzulande zurück

Im Zweijahresvergleich ist der Anteil nicht-lizenzierter Software an den installierten PC-Programmen um 2 Prozent gesunken. Trotzdem handelt es sich immer noch um Programme im Gegenwert mehrerer Milliarden Euro, haben Marktforscher ermittelt.

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Im vergangenen Jahr war 24 Prozent der in Deutschland eingesetzten PC-Software mit einem Gesamtwert von 2,2 Milliarden US-Dollar (1,6 Milliarden Euro) nicht lizenziert, rund 2 Prozent weniger als noch 2012. Das hat die Business Software Alliance (BSA) in Kooperation mit den Marktforschern von IDC herausgefunden und macht Sicherheitsbedenken für den Rückgang verantwortlich. So befürchteten in einer aktuellen Umfrage 64 Prozent der Teilnehmer, mit unlizenzierter Software Opfer von Hackerangriffen zu werden. Besonders groß sei dabei die Angst vor Datenverlust.

Aus Angst vor Hackern wird auf nicht-lizenzierte Software verzichtet.

(Bild: BSA)

Für die Studie zur nicht-lizenzierten PC-Software wurden insgesamt 22.000 Computernutzer – privat und in Unternehmen – online oder am Telefon befragt. Vertreten seien Teilnehmer aus aller Welt, wodurch sich ein repräsentatives globales Bild ergebe. Demnach ist der Anteil unlizenzierter Software im Raum Asien/Pazifik mit 62 Prozent am höchsten und in Nordamerika am geringsten (19 Prozent). In der Europäischen Union liege der Anteil bei 31 Prozent und die hier eingesetzte nicht-lizenzierte Software entspreche einem Gegenwert von fast 10 Milliarden Euro. Weltweit liegt der Schnitt demnach bei 43 Prozent unlizenzierter PC-Software im Wert von 62 Milliarden US-Dollar (46 Milliarden Euro).

Im Unternehmensumfeld wollten die Marktforscher noch wissen, ob jeweils eine Richtlinie betreffend der Verwendung unlizenzierter Software gebe. In Deutschland liegt demnach in jedem dritten Unternehmen eine schriftliche Richtlinie dazu vor. Wo solch ein Festlegung nicht existiert, geben die Angestellten demnach deutlich häufiger (59 Prozent) an, unlizenzierte Software zu verwenden als wenn eine solche vorliegt (28 Prozent). Im weltweiten Ergebnis sei auffallend, dass Angestellte deutlich häufiger angegeben hätten, sie wüssten von keiner Richtlinie oder eine solche existiere nur informell. Die IT-Verantwortlichen hätten jedoch mehrheitlich versichert, es gebe eine Unternehmensrichtlinie, informell oder sogar schriftlich. (mho)