BSA fordert von der EU hartes Durchgreifen

Die Business Software Alliance (BSA) fordert die Europäische Gemeinschaft zu härteren Vorgehensweisen gegen Raubkopierer auf.

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Von
  • Gerald Himmelein

In einem Schreiben an die europäische Komission, das EU-Parlament und die Staatschefs aller EU-Mitgliedsstaaten fordert die Business Software Alliance (BSA) ein härteres Durchgreifen bei Software-Piraterie.

Dabei macht die Organisation konkrete Vorschläge, wie die Europäische Gemeinschaft in Zukunft gegen Raubkopien vorgehen soll. Der BSA, einem Zusammenschluss amerikanischer Softwarehäuser, zu dem anderem Corel, IBM, Microsoft, Novell und Symantec gehören, reichen die bestehenden Urheberrechtsgesetze offenbar nicht aus.

Die Organisation spricht sich für ein EU-weites Strafgesetz aus, das gefälschte und raubkopierte Software mit hohen Geld- und Gefängnisstrafen ahndet. Weiterhin wünscht sich die Organisation eine auf Copyright-Verstöße spezialisierte EU-Behörde, die koordiniert gegen Straftäter vorgehe.

Die Beachtung des Copyright soll nach den Vorstellungen der BSA in Zukunft ein wesentliches Aufnahmekriterium für EU-Aufnahmeanträge werden. Auch Handelsabkommen mit Drittländern sollten künftig von deren Copyright-Regelungen abhängig gemacht werden.

Der Brief schließt mit einem Appell, Firmen und Behörden sollten mit gutem Beispiel vorausgehen, indem sie ausdrücklich die Verwendung von Raubkopien in ihren jeweiligen Institutionen untersagen und dieses Verbot mit Kontrollen untermauern. (ghi)