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BSI sichert weiterhin das Netz des Bundes gegen Cyberangriffe ab

Der bisherige Dienstleister T-Systems gibt zum kommenden Jahr schrittweise den Betrieb der Regierungskommunikationsnetze ab.

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BSI sichert weiterhin das Netz des Bundes gegen Cyberangriffe ab

Dienstgebäude des BDBOS am Fehrbelliner Platz in Berlin.

(Bild: BDBOS / Böttche)

Zum 1. Januar 2019 ändert sich die Verantwortlichkeit für den Betrieb der Regierungskommunikationsnetze. Schrittweise übernimmt die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) vom bisherigen Dienstleister T-Systems die Wartung und den Ausbau der Netze. Ein Vertrag mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sichert die Zusammenarbeit im Fall von Cyberangriffen und anderen IT-Bedrohungslagen ab.

Die Netze des Bundes (NdB) werden mit Beginn des neuen Jahres von der BDBOS betreut. Die bisher für den Digitalfunk von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten verantwortliche Anstalt sucht deshalb für viele IT-Aufgaben nach Mitarbeitern, etwa einen IT-Fachmann zur Entwicklung von Sicherheits-Leistungskennzahlen für die Netze des Bundes.

Eine Verantwortlichkeit ist bereits in trockenen Tüchern: Der Schutz der Netze des Bundes wird vom BSI übernommen. Die Bonner Behörde wird die BDBOS "zunächst bei der Übernahme der Aufgaben von der bisherigen Betreiberin T-Systems unterstützen" und dabei die Rolle des IT-Sicherheitsbeauftragten und des Notfallbeauftragten für alle Netze übernehmen.

Dabei wird zunächst der Informationsverbund Berlin-Bonn und das Verbindungsnetz Bund-Länder-Kommunen (NdB-VN) des Bundesverwaltungsamtes betreut, bis alle Teilnetze in dem Projekt Netze des Bundes ein "einheitliches Weitverkehrsnetz" bilden. "Das BSI wird auch künftig die Informationssicherheit für die deutschen Regierungsnetze gestalten und seiner Rolle als die nationale Cyber-Sicherheitsbehörde gerecht werden", erklärte BSI-Präsident Arne Schönbohm. (anw)

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