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"Backdoor to democracy": Intelexit Foundation legt Aussteigerprogramm für Geheimdienstler auf

In Berlin gibt es nun eine Ausstiegshilfe für die Mitarbeiter von Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst und des Militärischen Abschirmdiensts sowie der befreundeten Dienste von NSA und GCHQ.

Thomas Drake

Thomas Drake im Werbevideo von Intelexit

(Bild: intelexit.org)

Mit einem Werbevideo für Aussteiger ist die Kampagne Intelexit online gegangen. Die "Backdoor to democracy" richtet sich an westliche Geheimdienstmitarbeiter, die nicht länger für den Überwachungskomplex arbeiten wollen und mit ansehen wollen, wie "die Demokratie weggeschnippselt" und geschreddert wird. Die Kampagne wird von den Aktivisten des Peng Collective getragen.

In dem in Berlin entworfenen Video kommt der ehemalige NSA-Mitarbeiter Thomas Drake zu Wort, der die Notwendigkeit für eine Anlaufstelle umreißt, an die sich Geheimdienstler wenden können. Ebenfalls dabei ist Bruce Schneier mit einer Warnung vor dem NSA-Überwachungsstaat, der ehemalige Stasi-Mitarbeiter Walter Eichner und die Wiener Psychologin Angelika Scheider. Sie beschreibt die Qualen der kognitiven Dissonanz, unter denen Geheimdienstler leiden, wenn sie ihre Persönlichkeit nicht abspalten können.

Zunächst sind verschieden Aktionen vor den Hauptquartieren der Geheimdienste geplant. In Deutschland sollen "Werbekanonen" vor der Clay-Kaserne in Wiesbaden, dem "Dagger Complex" in Darmstadt, der US-Botschaft und der BND-Zentrale in Berlin vorfahren. Außerdem steht die Übermittlung von direkten Aussteiger-Botschaften per Telefon, E-Mail und Fax an die "Sammelstellen der Geheimdienstmitarbeiter und -mitarbeiterinnen weltweit" auf dem Programm. (Detlef Borchers) / (anw)

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