Baden-Württemberg: Windows-7-Updates kosten rund 800.000 Euro

Auch Baden-Württemberg reiht sich bei den Bundesländern ein, die Microsoft für verlängerten Windows-7-Support bezahlen.

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(Bild: Piotr Swat/Shutterstock.com)

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Die Landesregierung von Baden-Württemberg veranschlagt Kosten in Höhe von rund 800.000 Euro für Sicherheits-Updates von Computern, die noch mit Windows 7 arbeiten. Es handele sich um rund 25 000 Arbeitsplätze, die noch nicht auf das neue Betriebssystem Windows 10 umgestellt seien, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums am Dienstag auf Anfrage mit. Die Umstellung soll im Laufe des Jahres geschehen.

Sie begründete die Vorgehensweise damit, dass mit dem Upgrade auf Windows 10 in der Regel auch die Hardware eines Computers ausgetauscht werde. Die Planung sei daher an die Lebensdauer der Geräte angepasst worden. Alle Arbeitsplätze sofort auf Windows 10 umzustellen, wäre nach den Worten der Sprecherin nicht wirtschaftlich gewesen. Insgesamt gibt es in der Landesregierung, einschließlich Steuerverwaltung, rund 86 000 Computer-Arbeitsplätze.

Seit Mitte Januar gibt es für das Betriebssystem Windows 7 keinen kostenlosen Support durch Microsoft mehr. Unternehmen und Organisationen können sich bei Microsoft eine Gnadenfrist erkaufen und weiterhin kostenpflichtige Updates erwerben. Das sogenannte Extended Security Update-Program (ESU) bietet das Softwareunternehmen noch bis zum Januar 2023 an. Und nicht nur Baden-Württemberg, sondern auch andere Bundesländer sowie Ministerien und Behörden des Bundes hinken bei der Migration hinterher und bezahlen Microsoft für diesen verlängerten Support. Zuletzt wurde bekannt, dass Nordrhein-Westfalen sich die erweiterte Unterstützung 1,3 Millionen Euro kosten lässt.

Privatanwender hingegen haben dagegen keinen Zugang mehr zu den Sicherheitsupdates. Wer dennoch in der Windows-Welt bleiben möchte, statt Alternativen wie Linux auszuprobieren, hat die Möglichkeit dazu: Auch wenn Microsofts Gratis-Upgrade-Angebot von Windows 7 auf Windows 10 offiziell Ende Juli 2016 ausgelaufen ist, lässt sich in der Regel Windows 10 mit einem Windows-7-Produktkey aktivieren. (Mit Material der dpa)

(axk)