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Ballmer: Microsofts beste Tage kommen noch

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Der scheidende Microsoft-CEO Steve Ballmer hat sich zum letzten Mal in einem Brief an die Aktionäre gewandt. Darin zieht er ein Resümee der vergangenen Jahre und gibt einen Ausblick auf die kommende Zeit. Zum Schluss seines Schreibens zeigt er sich als CEO, aber auch als Inhaber von Microsoft-Aktien zuversichtlich: "Ich weiß, die besten Tage kommen noch."

Steve Ballmer

(Bild: Microsoft)

Ballmer hatte im August seinen Rückzug angekündigt. Sein Nachfolger, der noch gesucht wird, soll vor allem die Transformation Microsofts zu einem integrierten Dienstleistungskonzern mit Hardware-Sparte lenken, durch die Microsoft nicht nur Geschäftskunden besser bedienen, sondern auch endlich in der boomenden Mobilbranche reüssieren will.

In seinem Brief an die Aktionäre geht Ballmer darauf ein, wie sich sein Konzern in den vergangenen Monaten umstrukturiert hat, um für die Zukunft gewappnet zu sein, und hebt drei Punkte hervor: die seit Juli eingeführte neue Organisationsstruktur, die Übernahme des Mobilfunkgeschäfts von Nokia und ein neues Berichtswesen.

Microsoft sei noch in einer frühen Phase seiner Wandlung dahin, sich auf "hochwertige Aktivitäten" zu konzentrieren. Dennoch habe das Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten schon wichtige Schritte unternommen, indem es beispielsweise Windows 8 herausgebracht und wichtige Fortschritte bei Windows Server, Windows Azure, Microsoft Dynamics und Office 365 erzielt habe. Weiter fahre Microsoft in diesem Sinne fort mit dem Surface 2, der Xbox One und neuen Mobiltelefonen.

"Hochwertige Aktivitäten" sind für Ballmer jene, die für Menschen im Alltag am wichtigsten sind, wie zum Beispiel mit der Familie zu kommunizieren oder für eine Examensarbeit zu recherchieren. Für Unternehmen seien beispielsweise Konferenzen über große Entfernung, Rückschlüsse aus großen Datenmengen und der Umgang mit Kunden sehr bedeutend. Diese Aktivitäten will Microsoft mit seinen Geräten und Diensten zusammen mit seinen Partnerunternehmen unterstützen.

Persönliche Worte vermeidet Ballmer in seinem Brief weitgehend. Zu Anfang erwähnt er lediglich, dass es sein letztes Schreiben als Microsoft-CEO sei. Er sei mehr als 30 Jahre jeden Tag zur Arbeit in seinem Unternehme gegangen in der Überzeugung, dass die Informationstechnik helfe, das Potenzial der Menschen zu entfesseln. Der Aufsichtsrat war anscheinend zuletzt nicht komplett von Ballmers Arbeit überzeugt, jedenfalls erhielt er für das vorige Geschäftsjahr nicht den vollen Bonus. (anw)

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