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Ballmer: Windows 7 verkauft sich fantastisch

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Steve Ballmer wird angesichts der Verkaufszahlen für Windows 7 noch weniger als sonst Grund verspüren, die sprichwörtlichen Stühle zu werfen. In Tokio sagte der Microsoft-CEO, die Verkäufe in Japan liefen seit dem Start vor zwei Wochen "fantastisch", berichtet das Wall Street Journal. Die Marktforscher der NPD Group haben für die USA ermittelt, dass vom neuen Betriebssystem 234 Prozent mehr Packungen verkauft wurden als in den ersten sieben Tagen nach dem Start des Vorgängers Vista Ende Januar 2007. Ganz vorne an in der Verkaufsstatistik sind Upgrade-Versionen. Vor einer Woche hatte Microsoft Deutschland bereits einen guten Windows-7-Start vermeldet.

NPD-Analyst Stephen Baker führt das Wachstum auf Microsofts Schnäppchen im Vorverkauf, deutlich wahrnehmbares Marketing und offensive Geschäfte zurück. Die Preisnachlässe und zurückhaltende Werbung für die teuerste Windows-7-Version Ultimate hätten dazu geführt, dass das Wachstum nach Umsatz in den USA verglichen mit dem Wachstum bei den Stückzahlen mit 82 Prozent gegenüber dem Vista-Start gering ausfiel.

Ballmer sieht Windows 7 als ein Beispiel für Innovationen an, die wichtig für den IT-Markt seien, berichtet der britische Telegraph. Die Menschen kauften kein neues Betriebssystem, sondern Computer, auf denen ein Betriebssystem installiert sei. Viele Nutzer tendierten dazu, ihre Hardware ebenso wie die Software auf den neuesten Stand zu bringen. Durch Windows 7 werde die Nachfrage nach PCs neu belebt.

Nach den NPD-Zahlen hat der Verkauf von PCs mit Windows 7 in der Woche nach dem Start des Betriebssystems im Vorjahresvergleich um 49 Prozent zugenommen und im Vergleich mit der Vorwoche um 95 Prozent. Allerdings sei der PC-Verkauf in der Phase nach dem Vista-Start stärker angezogen. Vor knapp zwei Jahren betrug das Wachstum hier im Vorjahresvergleich 68 und im Vorwochenvergleich 170 Prozent. Im direkten Vergleich wurden in der Woche nach dem Windows-7-Verkaufsbeginn 6 Prozent weniger PCs verkauft als in der Woche nach dem Vista-Start.

Die NPD Group führte das Ergebnis auf einen generellen Einfluss des PC-Markts zurück und darauf, dass der Markt für PCs im Januar generell günstiger sei als der Oktober. In dem Monat ist die Phase "back to school" bereits abgeschlossen und der Vorweihnachtsverkauf noch nicht ins Rollen gekommen. Zudem sei der Anteil der gekauften PCs mit älteren Windows-Versionen höher gewesen als zum Vista-Beginn.

Vor zwei Wochen hatte Baker Microsofts Verkaufsmaschinerie und -strategie rundweg gelobt. So habe er kurz vor dem Windows-7-Start im Best-Buy-Kaufhaus nur PCs gesehen, die mit dem neuen Betriebssystem versehen waren. Zudem habe es noch nie zuvor so viele verschiedene Geräte gegeben, auf denen ein neues Microsoft-Betriebssystem laufen konnte. Auf diese Weise könne der PC-Verkauf zum Weihnachtsgeschäft ein gutes Stück vorangebracht werden. (anw)