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Ballon-Internet für Hurrikan-Katastrophengebiete

Die Alphabet-Tochter X erhielt von den Behörden das OK für den Start von 30 Stratosphärenballons zur Internetversorgung in Puerto Rico. Zudem engagiert sich Tesla im Wiederaufbau des Stromnetzes.

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Ballon-Internet für Hurrikan-Katastrophengebiete

Mit Project Loon kann Alphabet entlegene Regionen mit einem Internetzugang versorgen.

(Bild: Alphabet)

Vor einer Woche kündigte die Alphabet-Tochter X (früher: Google X) an, in den Hurrikan-verwüsteten US-Außengebieten Puerto Rico und Jungferninseln mit Stratosphärenballons Internetdienste bereitzustellen. Nun gab die zuständige Behörde Federal Communications Commission (FCC) für die nächsten sechs Monate grünes Licht für die Stationierung von 30 Project-Loon-Ballons über der Karibik.

Die Ballons sollen in 20 Kilometern Höhe vorübergehend tausende Mobilfunkmasten ersetzen, die durch den Hurrikan umgeworfen wurden. Sie stellen sowohl Daten- als auch Sprachdienste bereit. Dafür hat die Alphabet-Forschungsabteilung X laut Wired bereits mit acht Funkprovidern Verträge geschlossen, um deren Frequenzen nutzen zu dürfen.

Tesla Powerwall

(Bild: Tesla)

Die Stratosphären-Ballons entwickelt die Google-Dachgesellschaft unter dem Projektnamen Loon für den kommerziellen Einsatz in abgelegenen Regionen. Bereits im Frühjahr halfen sie während der Flutkatastrophe in Peru, das Mobilfunknetz aufrecht zu erhalten.

Auch der Elektroautohersteller Tesla hat Hilfe für die betroffenen Regionen angekündigt. Derzeit funktionieren nur 10 Prozent des Stromnetzes in Puerto Rico. In einem Tweet bietet Tesla-Chef Elon Musk an, dieses mit unabhängigen Solarmodulen und Energiezwischenspeichern wieder aufzubauen. Auf vielen kleineren Inseln habe man solch ein System bereits installiert und könne es beliebig skalieren. In den letzten Wochen hat Tesla laut Fortune bereits mehrere Hundert der Powerwall-Speicher nach Puerto Rico geschickt. (chh)

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