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Bang & Olufsen engagiert sich im MP3-Bereich

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Wer kennt sie nicht aus dem Schaufenster, die edlen Designer-Anlagen, bei denen oft wohlweislich auf die Preisauszeichnung verzichtet wird. So schön, so unnahbar. Über den Preis wurde bei Bang & Olufsen, dem dänischen Hersteller von Audio-, Video- und Telekommunikationsprodukten, noch nie verkauft. Im Vordergrund stehen Attribute wie Langlebigkeit und zeitloses Design.

Nun machen sich auch die Dänen auf den Weg in Richtung digitale Musik: Erster Schritt im neuen Konzept ist der Start des BeoPlayers, einer MP3-Software für Windows-PCs. Der Player zeigt sich – wie nicht anders zu erwarten – mit schlichter Oberfläche; er ermöglicht das Erstellen von Playlisten und die Verwaltung über ID3-Tags. Das Programm soll Anfang April zum kostenfreien Download bereitstehen.

Doch auch auf der Hardware-Seite will B&O sich um die Integration von MP3 bemühen. So wurde ein Audiogerät aus der laufenden Produktion (BeoSound Century) durch Beifügen einer Festplatte kurzerhand zum MP3-Prototypen erweitert. Für die nächste CeBIT ist ein transportabler MP3-Player angekündigt, dessen Kopfhörersystem – Kostenpunkt 250 Mark – schon jetzt in Halle 17, Stand D37 zu bewundern ist (Bild).

Der Einsatz von Bluetooth-Technologie zur drahtlosen Kommunikation von B&O-Komponenten wird momentan überprüft. "Wir setzen neue Technik nur ein, wenn wir sie auf Herz und Nieren geprüft haben und sie unseren extrem hohen Qualitätsanforderungen gerecht wird", so Robert Nurgberg, Leiter der Multimedia-Entwicklung bei B&O gegenüber heise online. B&O-Produkte sind schon seit 1981 über das kabelbasierte BeoLink-System vernetzbar. Audio- oder Videoverteilung innerhalb eines Haushalts sind für B&O daher kein neues Thema.

Auch im Bereich PC-Peripherie will B&O in Zukunft mitmischen: Mäuse, Tastaturen und Lautsprechersysteme sind momentan in der Entwicklung. Betrachtet man das Meer "mausgrauer" Peripherie, fällt es nicht schwer zu sagen, was die Edel-Dänen im PC-Segment bieten können: Stil. Man darf also gespannt sein. Die Wartezeit lässt sich mit dem BeoPlayer verkürzen, dem einzigen B&O-Produkt, das es kostenfrei gibt – daran wird sich wohl auch in Zukunft (leider) nichts ändern. (sha)