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Banking-App: Berliner Startup Cookies ist insolvent

Cookies ist eine Art Messenger mit Überweisungsfunktion. Das Startup galt als vielversprechend, jetzt brennt die Hütte: Ein Gründer ist weg, das Insolvenzverfahren läuft.

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Banking-App: Berliner Startup Cookies ist insolvent

Bessere Zeiten: Die Cookies-Gründer Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi.

(Bild: Cookies)

Das Berliner Startup Cookies, das die gleichnamige Banking-App entwickelt, hat Insolvenz angemeldet. "Das Unternehmen ist zahlungsunfähig und wird in dieser Form nicht weiterbestehen können", schreibt Mitgründer Lamine Cheloufi im Unternehmensblog. Wie es nun weitergeht, ist zunächst unklar. Ein Insolvenzverwalter hat die Geschäfte übernommen.

Zuvor war Mitgründer Garry Krugljakow überraschend aus dem Unternehmen ausgeschieden. Ehssan Dariani, früher mal Mitgründer von StudiVZ und jetzt einer der maßgeblichen Investoren von Cookies, hatte das am Montag öffentlich gemacht. Krugljakow habe "seit Wochen das Büro nicht mehr betreten". Seither wurde über die Hintergründe gerätselt.


Cheloufi bringt jetzt etwas Licht ins Dunkel. Der verbleibende Gründer spricht von "unüberbrückbaren professionellen und kulturellen Differenzen". Seiner Darstellung zufolge wurde Krugljakow im Einvernehmen mit den Investoren gefeuert, weil er bei Verhandlungen über eine Anschlussfinanzierung gebremst haben soll.

Krugljakow habe "über Wochen hinweg seine Stellung als Gesellschafter der Cookies Labs GmbH genutzt, um eine wichtige Zwischenfinanzierung immer weiter hinauszuzögern", schreibt Cheloufi. Es sei "nicht mehr möglich, das Unternehmen einfach weiterzuführen". Offenbar ist Cookies das Geld ausgegangen.

Die Cookies App ist eine Art Messenger, mit dem Geldbeträge transferiert werden können. Cheloufi und Krugljakow, beide ehemalige Mitarbeiter des gehypten Finanz-Startups N26, hatten das Unternehmen im Sommer 2015 gegründet. Das Startup galt als vielversprechende Gründung. Neben Dariani und anderen Investoren zählt auch Holtzbrinck Ventures zu den Geldgebern. (vbr)

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