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Banking-Malware: WannaCry-Retter Hutchins bekennt sich schuldig

Die US-Justiz warf dem Sicherheitsexperten vor, an der Entwicklung der Schadsoftware "Kronos" beteiligt gewesen zu sein. Ihm drohen nun bis zu zehn Jahre Haft.

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Bei der Wannacry-Attacke wurden Computer in mehr als 150 Ländern infiziert.

(Bild: dpa, Oliver Berg/Symbolbild)

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Der britische Sicherheitsexperte Marcus Hutchins hat sich vor einem US-Gericht in East Wisconsin schuldig bekannt, Banking-Malware entwickelt zu haben. "Ich bereue diese Taten und übernehme die volle Verantwortung für meine Fehler", schrieb Hutchins, der auch unter seinem Pseudonym Malwaretech bekannt ist, in einer kurzen Erklärung auf seiner privaten Website.

Wie die US-Nachrichtenseite ZDNet berichtet, bekannte sich Hutchins in zwei Anklagepunkten schuldig, Teil einer Verschwörung zu sein, um Malware zu entwickeln und bei deren Verbreitung zu helfen. Für jeden Punkt drohen ihm bis zu 5 Jahre Haft sowie bis zu 250.000 US-Dollar Geldstrafe. Die restlichen Anklagen wurden fallengelassen, wie aus einem Gerichtsdokument hervorgeht.

Hutchins erlangte im Mai 2017 weltweite Berühmtheit: Er entdeckte durch Zufall einen "Kill Switch" im Code der Erpressungs-Software WannaCry, die weltweilt mehr als 100.000 Rechner befallen hatte und half so dabei, die Ausbreitung des Trojaners einzudämmen.

Im August des selben Jahres nahmen ihn FBI-Agenten in Las Vegas fest. Die US-Justiz warf Hutchins vor, zwischen 2014 und 2015 mit mindestens einer weiteren Person die Banking-Malware "Kronos" entwickelt und vermarktet zu haben. Später wurde er gegen Kaution aus der Haft entlassen und wartete in Los Angeles auf seinen Prozess. (hze)