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Bankraub als Cybercrime

Bankräuber wollten in London umgerechnet 300 Millionen Euro erbeuten -- ohne die Bank auch nur zu betreten. Nach Angaben der Polizei vom heutigen Donnerstag planten die Cyber-Kriminellen, in die Computer der Bank einzudringen und das Geld auf zehn Konten in Israel und anderen Ländern zu überweisen. Der britischen National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU [1]) gelang es aber, den Coup zu vereiteln, bevor der Bank finanzieller Schaden entstand. Scotland Yard warnte auch andere Banken, sich vor Cyber-Kriminellen in Acht zu nehmen.

Den Angreifern war es demnach bereits gelungen, sich Zugang zu dem Computersystem der japanischen Bank Sumitomo Mitsui [2] in London zu verschaffen. Geld wurde allerdings noch nicht transferiert. Wie der Fernsehsender BBC [3] berichtete, wurde inzwischen ein Mann in Israel festgenommen, der einige der Überweisungen entgegennehmen sollte. Nach Angaben der Financial Times [4] war es den Cyber-Kriminellen gelungen, sich mittels Key-Logger Account-Daten und Passwörter von Bankmitarbeitern zu verschaffen. Bislang sei aber noch unklar, ob die Angreifer sich physischen Zugang zu den Büros der Bank verschafften, um die Key-Logger zu installieren, oder ob sie sich von außen Zugang zum Netzwerk der Bank verschafften. (jk [5])


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http://www.heise.de/-145421

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.nhtcu.org/
[2] http://www.smbc.co.jp/global/
[3] http://www.bbc.co.uk
[4] http://www.ft.com
[5] mailto:jk@ct.de