Menü

Batman Arkham Knight: PC-Patch in Arbeit, aber noch ohne Termin

Nicht nur das Entwicklerstudio Rocksteady ist damit beschäftigt, die Performance-Probleme der PC-Version von "Batman: Arkham Knight" zu beheben. Auch Nvidia hilft mit – eigentlich war das Spiel als Vorzeigetitel gedacht.

Batman Arkham Knight Spiel

Wie Sefton Hill, Mitgründer des Spielestudios Rocksteady, per Twitter mitteilte, seien die besten Entwickler fieberhaft damit beschäftigt, die Probleme rund um die PC-Version von Batman: Arkham Knight in den Griff zu bekommen – die Behebung habe höchste Priorität. Dieser Schritt lässt Spieler hoffen: Bei den Vorgängerspielen der Arkham-Serie hatte Rocksteady die gelungenen PC-Umsetzungen selbst entwickelt. Bei Arkham Knight zeichnete das britische Studio hingegen nur für die Konsolen-Versionen verantwortlich. Die PC-Version hatte man diesmal an Iron Galaxy Studios ausgelagert – mit eher mäßigen Ergebnissen, wie sich nun offenbarte.

Weiterhin gibt es keinen Zeitplan, wann die Probleme behoben sein sollen. Die zum Spiel gehörende Steam-Seite nennt mittlerweile Herbst 2015 als Erscheinungstermin, doch dieser Termin bezieht sich auf die noch ausstehenden Versionen für SteamOS, Linux und Mac OS. Zudem stellt Sefton Hill klar, dass die Konsolen-Versionen nicht vernachlässigt werden. So soll in Kürze ein Patch für die Playstation-4-Version erscheinen, der Probleme bei der Anzeige von Ranglisten behebt.

Anzeige

Auch Nvidia hilft mit, die PC-Probleme in den Griff zu bekommen, berichtet VideoGamer.com. Dieses Engagement kommt nicht von ungefähr. Batman: Arkham Knight soll am PC ein Vorzeigetitel für die zusätzlichen Regen-, Rauch- und Physikeffekte sein, die Nvidias GameWorks-Framework bereitstellt. Aus diesem Grund legt Nvidia seinen aktuellen Grafikkarten einen Promo-Code für das Spiel bei – der sich nun kaum nutzen lässt.

GameWorks-Effekte in Batman: Arkham Knight

Hintergrund: Während das Anfang der Woche veröffentlichte Blockbuster-Spiel Batman: Arkham Knight auf Playstation 4 und Xbox One Topwertungen einholte, wurde die PC-Version in Bewertungssystemen wie MetaCritic oder Steam von Spielern mit unzähligen Negativbewertungen abgestraft. Vom Inhalt her entspricht sie zwar den Konsolenvarianten, war aber aufgrund von massiven Performance-Problemen der Batman-PC-Version auf vielen Rechnern unspielbar. Zudem sahen Texturen verwaschener aus als auf den Konsolen; auch fehlten realistische Schatteneffekte durch Ambient Occlusion. Nachdem Steam-Betreiber Valve seit kurzem Käufern von digitalen Kopien ein Rückgaberecht einräumt, stoppte Warner daraufhin bis auf Weiteres den Verkauf bei Steam direkt. Dies betrifft ebenfalls die Einzelhandelsversion von Batman: Arkham Knight, die ebenfalls über Steam aktiviert werden muss.

Schon im Vorfeld des Launches hatte Batman mit Problemen zu kämpfen. So wurden Vorbesteller nur eine Woche von dem Erscheinungsdatum darüber informiert, dass die teure, limitierte Sammleredition mit einem Modell des Batmobils ersatzlos gestrichen wurde. Eine etwas günstigere Sammleredition mit Batman-Statue soll es noch geben; ihr Erscheinen wurde aber auf Mitte Juli verschoben. (mue)

Anzeige