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Gamescom

Batman: Arkham VR – hautnahe Superhelderei

Die Rocksteady Studios haben ihr viertes Batman-Videospiel auf die PlayStation VR zugeschnitten. Der Spieler bewegt sich in weitläufigen Räumen, ist mittendrin im Geschehen und genießt zugleich eine grandiose Fernsicht.

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Batman: Arkham VR

Der Spieler wird zu Batman, sobald er die PlayStation-VR-Brille angelegt und die Kopfhörer aufgesetzt hat.

(Bild: Sony Computer Entertainment, Warner Bros. Interactive)

"Batman: Arkham VR" gehört zu den gehaltvollsten Titeln, die zum Start der PlayStation VR verfügbar sein sollen. Das Spiel der bei London beheimateten Rocksteady Studios soll exklusiv für Sonys PS4 mit angeschlossener Virtual-Reality-Einheit erscheinen. Die Demo, die man auf der auf der heute zu Ende gehenden Gamescom erleben konnte, vermittelt einen beeindruckenden Vorgeschmack von der "Mittendrin"-Variante der scheinbar so altvertrauten Batman-Abenteuer.

Nachdem der Spieler das PlayStation-VR-Headset samt Kopfhörern aufgesetzt und die Move-Controller in die Hand genommen hat, befindet er sich in Wayne Manor. Den vom Butler gereichten Schlüssel nimmt er entgegen, wendet sich zum Klavier und spielt die Erkennungsmelodie. Dann schwebt er in einem Aufzug langsam abwärts und legt sich die Bat-Rüstung an.

Man kann ein Erschauern nur schwer vermeiden, wenn man sich im Spiegel betrachtet – und den Schwarzen Ritter der Gerechtigkeit in voller Pracht erblickt. Rumpf- und Kopfbewegungen werden akkurat berechnet; man hat tatsächlich das Gefühl "Ich bin Batman".

Die scheinbar bekannten Schauplätze (hier ein Screen aus dem 2015er "Arkham Knight") erlebt man mit dem VR-Headset auf völlig neue Weise.

(Bild: Warner Bros. Interactive)

Nach diesem Eingangserlebnis nimmt man nacheinander die Hilfsmittel in Empfang: Scanner, Batarang und Greifhaken. Man probiert die Waffen gleich aus und ist verblüfft, dass die Software die Bewegungen so genau erkennt. Das Schleudern des Batarang erfordert nur geringe Mühe; schwieriger erwies sich dessen Wegstecken am Hüftgurt, wozu man den Kopf leicht nach unten neigen musste, damit die Bewegung erkannt wurde.

Bei der anschließenden Detektivarbeit geht es darum, einen Mord am Tatort zu rekonstruieren, wobei der Scanner zum Einsatz kommt. Die Eingaben erfolgen per Knopfdruck. Mit leichten Handbewegungen spult man den Tathergang ab und setzt Markierungen an aufschlussreichen Stellen. Das gelingt ziemlich leicht, was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass es sich hier um eine Trainingsmission handelt. Im späteren Spielverlauf soll der Spieler den Entwicklern zufolge schwierigere Fälle lösen.

Der zur diesjährigen E3 veröffentlichte Trailer ließ bereits Vorfreude aufkommen.

Die Rocksteady Studios nutzen für ihr viertes Batman-Videospiel erstmals die Unreal Engine 4, was sich in einer spektakulären Fernsicht niederschlägt. Man bewegt sich in weitläufigen Räumen mit beeindruckender Architektur. Die Demo ließ bei den Ausprobierern kein Anzeichen von Motion Sickness aufkommen. Hilfreich zur Vermeidung der VR-Übelkeit ist hier die gut auf die Handlung abgestimmte Geräuschkulisse, die Diskrepanzen zwischen der realen Erfahrung des Spielers und dem aktuellen VR-Erlebnis minimiert.

Der Starttermin für das Spiel ist der 13. Oktober 2016. "Arkham VR" bietet erstmals Gelegenheit, die Spielwelt aus allernächster Nähe zu erleben und die Szenarien intensiv mit den Sinnen zu erfahren. Kenner der Serie, die möglicherweise turbulente Actionszenen erwarten, könnten allerdings in dieser Hinsicht enttäuscht sein: Man bekommt eher ein ruhigeres Detektivspiel mit viel Knobelei und nur gelegentlichen Geschicklichkeitsszenen. (psz)