Menü

Baustoff für Marsmissionen: Forscher entwickeln robusten Beton mit simuliertem Marsboden

Manche hoffen auf den Mars als neue oder zweite Heimat für den Menschen. Wie und wann wir dort hinkommen, ist eine offene Frage, doch Wissenschaftler haben schon einmal ein gutes Material für Gebäude auf dem Planeten erforscht.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 63 Beiträge

Mars-Oberfläche.

(Bild: NASA)

Von

Wenn die Menschheit je auf dem Mars Fuß fassen möchte, wird sie dort auch Gebäude brauchen. Das gesamte Material dafür von der Erde mitzubringen, dürfte viel zu teuer sein, also haben sich Materialwissenschaftler eine Alternative überlegt: Sie produzierten Beton mit Hilfe von auf dem Mars selbst verfügbaren Ressourcen, wie Technology Review online in „Beton aus Marsboden“ berichtet.

Als Materialien für den Marsbeton nutzen die Forscher Schwefel sowie als Zuschlagstoff simulierten Marsboden, bestehend hauptsächlich aus Siliziumdioxid und Aluminiumoxid sowie anderen Komponenten wie Eisenoxid oder Titandioxid. Der Schwefel wurde auf 240 Grad Celsius erhitzt, so dass er sich verflüssigte, und dann mit den Boden-Partikeln vermischt. Beim Abkühlen verfestigt sich der Schwefel und bindet die zugegebenen Partikel – und fertig ist der Marsbeton.

Das Konzept von Beton auf Schwefel-Basis ist keineswegs neu, erwies sich bislang aber als problematisch, unter anderem weil beim Abkühlen Hohlräume entstehen können. Die Forscher experimentierten jetzt jedoch mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen und Partikelgrößen und fanden auf diese Weise ein Rezept, das Beton mit einer ansehnlichen Druckfestigkeit von 50 MPa entstehen lässt. Zudem ließe sich solcher Marsbeton mehrfach wieder einschmelzen und somit wiederverwenden, und er ist relativ leicht zu verarbeiten.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)