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Bayern führt Ausbildung zum Online-Einzelhändler ein

Einen erfolgreichen Online-Shop zu betreiben, ist nicht einfach. Der Ausbildungsberuf der Kaufrau und des Kaufmanns im E-Commerce soll beste Voraussetzungen für den Betrieb eines Online-Shops schaffen.

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Online-Handel

(Bild: dpa, Jens Büttner)

Junge Menschen können sich vom kommenden Schuljahr an in Bayern zum Online-Einzelhändler ausbilden lassen. "Kaufmann/-frau im E-Commerce" heißt das Ausbildungsangebot, das an acht Berufsschulen zur Verfügung stehen soll, wie das Bildungsministerium der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mitteilte. Pro Regierungsbezirk solle es einen Ausbildungsstandort geben. Auf dem Stundenplan stehe etwa die Gestaltung eines Online-Shops sowie die Bearbeitung von Retouren und Stornierungen. Der Ausbildungsgang soll am 01. August 2018 starten.

Drei Jahre dauert die duale Ausbildung. Ein bestimmter Schulabschluss wird nicht vorausgesetzt, empfohlen wird jedoch mindestens ein Hauptschulabschluss. Die Auszubildenen sollen unter anderem lernen, einen Online-Shop einzurichten, zu betreiben und dafür zu werben. Außerdem umfasst die Ausbildung die Bereiche Kundenkommunikation und Vertragsabwicklung. Als Ausbildungsbetriebe kommen große und kleine Händler in Frage, die reine Online-Shops sind oder im stationären Einzel- und Großhandel und im Internet ihre Waren anbieten.

Industrie- und Handelskammern würden seit Beginn des Jahres bei Betrieben um Ausbildungsplätze werben. Rund 300 davon stünden ab dem Schuljahr 2018/2019 allein in Bayern zur Verfügung, bundesweit sollen es nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) schätzungsweise rund 1000 sein. "Mit unserem neuen Angebot halten wir Schritt mit der rasanten Entwicklung der Digitalisierung und sorgen für die Kaufleute von Morgen", sagte der bayerische Kultusminister Bernd Sibler (CSU). (mit Material der dpa) / (olb)

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