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Bayern stockt finanzielle Mittel für schnelles Internet auf dem Land auf

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Bayern will mit deutlich mehr Geld und weniger Bürokratie den Ausbau des schnellen Internets auf dem Land beschleunigen und reagiert damit als erstes Bundesland auf die Forderungen des Landkreistages. Das Kabinett des Freistaates in München billigte am Montag das neue Breitband-Konzept von Finanzminister Markus Söder (CSU). Ziel sei es ab sofort, jede bayrische Gemeinde mit Glasfaser zu versorgen. Einen zeitlichen Rahmen setzten die Politiker aber nicht.

Für das Breitband-Vorhaben stockte das Kabinett auch die finanziellen Mittel auf. Statt bislang einer Milliarde sollen nun bis zu 1,5 Milliarden Euro für die Kommunen an Förderung bereitstehen, wie Söder erklärte. Zudem verdoppelte die Landesregierung die Höchstfördersumme pro Gemeinde auf eine Million Euro. Gemeinden mit vielen Ortsteilen und finanzschwache Kommunen sollen statt 80 Prozent nun bis zu 90 Prozent ihrer Kosten erstattet bekommen.

Erst vergangene Woche hatte der Landkreistag im Rahmen einer Präsidiumssitzung in Marburg mehr Geld für einen Ausbau des schnellen Internets auf dem Land gefordert. Das Gremium forderte zudem den Bund auf, den Ausbau des Breitbandinternets in ländlichen Gebieten intensiver voranzutreiben. Ziel der Bundesregierung ist es aber laut einer offiziellen Mitteilung weiterhin, bis 2018 alle Menschen in Deutschland flächendeckend mit Internetverbindungen von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu versorgen. Wie die Kosten gestemmt werden sollen, die laut Studien auf 20 bis 40 Milliarden Euro geschätzt werden, ließ die Regierung aber offen. (roh)

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