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Bayerns Wirtschaftsminister kündigt Programm für schnelle Internetzugänge an

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Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) hat für die nächsten Monate ein breit gefächertes Angebot für schnelle Internetzugänge in ganz Bayern angekündigt. Ziel sei ein schnelles Internet in allen Landesteilen, sagte Huber am Mittwoch in der Haushaltsdebatte des Landtags. Die mehr als 2000 bayerischen Gemeinden fordern Geld vom Freistaat für den Aufbau schneller Internetverbindungen auf dem Land.

Die Staatsregierung müsse ein Förderprogramm für den raschen Ausbau der Bereitbandtechnologie im gesamten Freistaat auflegen, sagte Gemeindetagspräsident Uwe Brandl (CSU) am Mittwoch in München. Noch immer seien viele Bürger, Gemeinden und Gewerbetreibende vom schnellen Zugang zum Internet abgeschnitten. "Es wird höchste Zeit, dass die Staatsregierung die Brisanz der Thematik erkennt."

Nur großstädtische Räume könnten fast vollständig mit Breitbandanschlüssen versorgt werden. Auf dem Land gebe es große Versorgungslücken. Die Gemeinden bräuchten die Hilfe des Staats. "Sonst werden die Menschen in den ländlichen Regionen Bayerns von der Zukunft weiter abgeschnitten. Landflucht aufgrund der technologischen Lücke wäre die Folge." Die Bürgermeister besonders von kleineren bayerischen Gemeinden äußern bereits seit längerem massive Kritik an der schlechten Versorgung ländlicher Regionen mit Breitbandanschlüssen.

Auch die Telekom sei nun gefordert, sagte Huber. Bayern werde außerdem die Versteigerung von Frequenzen für zusätzliche schnelle drahtlose Internetzugänge durch die Bundesnetzagentur nutzen. (dpa) / (jk)