Menü

Bayerns Wirtschaftsministerin Aigner sieht Elektromobilität als alltagstauglich an

Trotz niedriger Benzinpreise ist die Elektromobilität Thema. In Bayern haben drei Modellregionen getestet, ob E-Autos für den Alltag taugen. Ja, sagt die zuständige Ministerin Aigner. Jetzt müssten Anreize für den Alltagsbetrieb folgen.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 92 Beiträge
Ilse Aigner

Ilse Aigner

(Bild: th-deg.de)

Elektromobilität ist nach Überzeugung von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) alltagstauglich. Die Grundlagen für E-Mobilität seien gelegt, sagte Aigner am Freitag in Garmisch-Partenkirchen zur Vorstellung von Forschungsergebnissen aus drei bayerischen Modellregionen. "Im nächsten Schritt geht es darum, die notwendigen Infrastrukturen auszubauen und die richtigen Anreize für die Elektromobilität im Alltag zu setzen."

Garmisch-Partenkirchen ist eine der Modellregionen, das unterfränkische Bad Neustadt an der Saale die zweite. Die Hochschule Deggendorf am Rande des Bayerischen Waldes betreut das mit 7000 Quadratkilometern größte Forschungsprojekt in Deutschland als dritte Modellregion. Der Freistaat ließ sich das 2011 begonnene Projekt 37,5 Millionen Euro kosten. Teils soll es verlängert werden.

"Gemeinsam ist es uns gelungen, die Elektromobilität in der Praxis umfassend zu testen", bilanzierte Aigner weiter. Durch die Vernetzung von Industrie und Wissenschaft und mit Rücksicht auf die jeweiligen regionalen Besonderheiten seien praktikable Lösungen entstanden, die sich auf Bayern und ganz Deutschland übertragen lassen.

Jede der drei Modellregionen hatte sich für das Forschungsprojekt auf ein Gebiet spezialisiert. So können etwa an Schnellladesäulen, die in Deggendorf entwickelt wurden, mehrere Elektrofahrzeuge mit unterschiedlichen Spannungen und Akkutypen gleichzeitig geladen werden. Dies sei bisher nicht möglich gewesen, hieß es bei der Präsentation.

Bad Neustadt als Standort mehrerer Automobilzulieferer testete, wie sich eine Region eine Vorreiterrolle in der Elektromobilität sichern und damit Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen kann. In Garmisch-Partenkirchen wurde schließlich getestet, wie Tourismus und E-Mobilität unter einen Hut zu bringen sind. (dpa) / (anw)

Anzeige
Anzeige