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Bei SMS verstehen viele US-Amerikaner nur Bahnhof

Für die einen ist es die Killer-Applikation der TK-Branche schlechthin, anderen gilt er nicht viel mehr als ein angestaubter Ladenhüter: Der in Europa überaus populäre Versand von SMS-Meldungen über das Mobiltelefon ist in den USA weiterhin praktisch unbekannt. Wie die New York Times in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, wissen die meisten Handy-Besitzer in den USA überhaupt nicht, dass es die Möglichkeit gibt, kurze Texte über ihr Mobiltelefon zu versenden.

Schuld daran sei vor allem, dass es wegen einer fehlenden Kompatibilität lange nicht möglich war, Kurzmeldungen per Short Message Service an Handys von anderen Telefongesellschaften innerhalb der USA zu schicken, berichtet die Zeitung. So seien die weltweit insgesamt rund 19 Milliarden SMS-Nachrichten im vergangenen Jahr nahezu ausnahmslos an den USA vorbei geschickt worden. Seit dem Frühjahr funktioniere zwar auch der SMS-Versand in den Vereinigten Staaten reibungslos, doch hätten die Telefongesellschaften bislang wenig getan, um bei ihren Kunden dafür zu werben.

Ein weiterer Grund für die SMS-Trägheit in den USA ist nach Ansicht von Experten die andere Preisstruktur bei den Handy-Verträgen. So sind die Grundgebühren in den USA für Handys meistens deutlich höher als in Europa, dafür sind aber bereits viele freie Minuten enthalten. Deshalb sei eine SMS oft nicht billiger als ein Telefongespräch. Die US-Experten setzen jetzt auf eine neue Generation von kleinen, handlichen Telekommunikationsgeräten, die auf IP-Basis arbeiten, Instant Messaging beherrschen und zudem noch ein Mini-Keyboard mit komplettem Zeichensatz mitbringen. T-Mobile USA hat schon angekündigt, ein solches Smartphone -- den Danger Hiptop Communicator -- im Herbst einzuführen. (pmz)

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