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Beim nächsten Zeitstempel ist es 1111111111

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Am heutigen Freitag erreicht der Unix-Zeitstempel um 1:58:31 UTC (2:58:31 MEZ) einen bemerkenswerten Wert: 1111111111. Dieser Wert verdient das Prädikat historisch, weil die nächste Kombination dieser Art (2222222222) jenseits aller Zeiten liegt: Die Unix-Zeit endet am 19. Januar 2038. Aus der Sicht der Coder ist die Zeit indes banal, denn nach dem DEC-System, auf dem die Unix-Zeitstempel geboren wurden, wäre die oktale Schreibweise 10216432707 korrekt und alles andere als eine Schnapszahl.

Dennoch verdient der heutige Zeitstempel ein ehrendes Gedenken, allein der Zeit wegen: Am heutigen 18. März vor 100 Jahren begann das Annus mirabilis, da reichte Albert Einstein den tags zuvor fertiggestellten Aufsatz "Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichts betreffenden heuristischen Gesichtspunkt" bei den Annalen der Physik (17, 132-184 [1905]) als den ersten von fünf Artikeln ein, mit dem er im Jahre 1905 alle Annahmen über die Zeit aus den Fugen brachte. Seine Arbeit zur Lichtquantenhypothese gilt als Anfang der Quantenrevolution, als Bruch mit der klassischen Physik. Für seine Erklärung des kurz zuvor von Wilhelm Hallwachs erforschten fotoelektrischen Effekt (Lichtstrahlen können Elektronen aus einer Metalloberfläche herausschlagen) erhielt Einstein 1921 den Nobelpreis. Einstein erklärte, dass Licht aus einzelnen Teilchen besteht, die ihre gesamte Energie auf die Elektronen des Metalls übertragen.

Leser, die der Meinung sind, dass die Relativierung der Zeit nichts mit dem Heise-Ticker zu tun hat, seien auf die Software-Eisenbahn verwiesen, die heute im Heinz Nixdorf-Museum an den Start geht und versucht, das Wesen von Computerprogrammen mit einer Datumsberechnung zu erklären. (Detlef Borchers) / (Detlef Borchers) / (anw)

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