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Belgacom stoppt Internet-Einwahl

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Der belgische Telecom-Marktführer Belgacom stellt Ende Januar seinen Internet-Einwahldienst ein. Als Begründung wird der Ausbau des DSL-Angebots angeführt. Durch den Einsatz von Reach Extended ADSL2 können 99,7 Prozent der Einwohner mit ADSL versorgt werden. Für die restlichen drei Promille möchte Belgacom offenbar die Dial-Up-Infrastruktur nicht länger vorhalten. Laut Providerverband ISPA Belgium sind noch sieben Prozent aller privaten Internetzugänge und drei Prozent der von Unternehmen genutzten Internetanschlüsse in dem 10,5 Millionen Einwohner zählenden Land Einwahlaccounts.

Für die bisherigen Wählleitungs-Nutzer bietet Belgacom zwei ADSL-Einsteigertarife an. Für einen monatlichen Aufpreis von 20 Euro auf die Telefongrundgebühr bietet ADSL Budget einen "Breitbandzugang" mit 512 kbit/s Download und 128 kbit/s Upload, wobei 400 MByte Datenverkehr enthalten sind. Mehrverbrauch kostet drei Euro pro 500 Mbyte. ADSL Time bietet die gleichen Bandbreiten, wird aber nach Zeit abgerechnet. In der Grundgebühr von knapp sechs Euro sind zwei Stunden enthalten, danach fallen 4,3 Cent pro Minute und 25 Cent pro Einwahl an.

Reach Extended ADSL2, auch bekannt als ADSL2 Annex L, erhöht die Reichweite von rund sechs auf etwa sieben Kilometer Leitungslänge. Die Übertragung wird dabei auf den unteren Frequenzbereich (bis 552 kHz) beschränkt, wo dafür mit größerer Leistung gesendet wird. Die erreichbaren Bandbreiten sind allerdings bescheiden, so spricht etwa SystemTek von "bis zu 200 Kbit/s". Zusätzlich besteht ein erhöhtes Risiko des Übersprechens zwischen nahe bei einander liegenden Leitungen. (Daniel AJ Sokolov) (odi)