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Belgien: Facebook setzt sich nun doch gegen Datenschützer durch

In einem Berufungsverfahren hat Facebook nun doch Recht bekommen und sich damit gegen die Datenschützer des Landes durchgesetzt. Das Netzwerk kann damit doch Daten über Nicht-Mitglieder sammeln und will das nun auch wieder tun.

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(Bild: dpa, Ole Spata)

Facebook hat sich in einem Berufungsurteil gegen Belgiens Datenschützer durchgesetzt und wird in dem Land wieder auch einige Informationen von Nicht-Mitgliedern sammeln. Die belgische Datenschutz-Behörde war zuerst erfolgreich dagegen vorgegangen, dass Facebook Nicht-Mitglieder beim Besuch von Facebook-Seiten erfasst und einige Daten über ihr Verhalten sammelt. Facebook erklärt, das sogenannte Cookie mit dem Namen "datr" sei für die Sicherheit des Netzwerks insgesamt wichtig, unter anderem um gefälschte Profile herauszufiltern.

Im vergangenen Herbst hatten die Datenschützer vor Gericht noch Recht bekommen, woraufhin Facebook Nicht-Mitglieder in dem Land ausgesperrt hat. Diese Gerichtsentscheidung wurde jetzt jedoch von einem Berufungsgericht aufgehoben. Zu Begründung hieß es, die belgische Datenschutz-Kommission sei nicht zuständig, weil Facebook seinen Europa-Sitz in Irland habe. Behördenchef Willem Debeuckelaere will ein weiteres Vorgehen in dem Fall prüfen und insgesamt stärker den Datenschutz von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern im Auge behalten. Facebook zeigte sich zufrieden und kündigte an, alle Dienste würden in dem Land wieder aktiv sein.

Facebook erklärt, die Daten, die das "datr"-Cookie sammele, würden nicht einzelnen Personen zugeschrieben und könnten auch nicht mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Das Online-Netzwerk nutze es auch nicht, um Werbung auf Nicht-Mitglieder zuzuschneiden, und es werde nicht gesetzt, wenn jemand lediglich irgendeine Seite mit einem "Gefällt mir"-Knopf besuche. (dpa) / (mho)

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