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CES

Bell Nexus: Das Flugtaxi für Uber

Staatsministerin Dorothee Bär wird sich freuen: Flugzeughersteller Bell entwickelt ein elektrisches Flugtaxi. Profitieren soll allerdings Taxi-Konkurrent Uber.

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Dank Individualverkehr quetschen sich immer größere Blechlawinen durch die Straßen der Weltmetropolen. Einer der möglichen Auswege sollen sogenannte Flugtaxis sein – kompakte Multicopter, die auch in Städten starten und landen können. Auf der CES hat Luftfahrzeughersteller Bell nun das hybrid angetriebene VTOL (Vertical Take-Off and Landing) Nexus angekündigt.

Bereits ab Mitte 2020 soll man in dem Hexcopter fliegen können. Wo genau das der Fall sein soll, ist noch nicht klar. Bell spricht nur von verschiedenen Märkten weltweit. Ausschlaggebend werden sicherlich die örtlichen Gesetzeslagen und Zulassungsverfahren sein. Hierzulande sollte man sich also noch keine allzu großen Hoffnungen machen. Zudem wirkt die Deadline recht ambitioniert. Denn auf der Elektronikmesse CES gab noch kein funktionierendes Modell zu sehen – auch keinen Prototypen.

Bell Nexus (4 Bilder)

(Bild: Bell)

Immerhin gibt es dieses Jahr schon ein paar Einzelheiten über das Design des Nexus: Das Fahrzeug soll Platz für fünf Passagiere bieten, beziehungsweise 272 Kilogramm tragen können. Beim Antrieb handelt es sich um ein Hybridsystem, weil ein rein elektrisches System weniger Nutzlast tragen könne. Außerdem sei dadurch der Einsatzbereich größer und das Fahrzeug könne auch militärisch oder zum Warentransport eingesetzt werden. Angetrieben wird der Nexus von sechs Rotoren, die allesamt schwenkbar sind.

Bell war einer der ersten Hersteller, der 2017 mit Uber kooperierte, um Flugtaxis für Städte zu entwickeln. Uber kündigte damals an, sogenannte Vertiports in Städten wie Dallas und Dubai zu errichten, von denen Fluggeräte senkrecht starten und landen können. Allerdings sprach Uber bislang davon, dass nur vollelektrische Fahrzeuge ins Flugtaxiprogramm aufgenommen werden sollen. Ob diese Bedingung nun Bells Nexus kategorisch ausschließt, ist unklar. Firmen wie Airbus und Ehang arbeiten an ähnlichen Plänen für die Zukunft der Mobilität. (hcz)