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Bellos soziales Netz

Der "Web 2.0"-Trend Social Networking erreicht immer mehr Bereiche des täglichen Lebens – und sorgt dabei, gelinde gesagt, für manches Stirnrunzeln. Das US-Start-up SNIF Labs arbeitet derzeit an einem neuartigen Internet-Angebot, mit dem sich Hundebesitzer schneller kennenlernen sollen.

Im Gegensatz zu altbekannten Tierfreunde-Communitys wie Dogster, die allein auf einer Website basieren, bietet SNIF Labs eine Hardware-Komponente: die so genannten SNIF-Tags. Diese werden Bellos Halsband gesteckt: Treffen sich dann zwei User, tauschen diese Mini-Funksender die Daten zwischen den Tieren aus. Dazu hat SNIF Labs extra ein proprietäres Übertragungsprotokoll entwickelt.

Zu Hause kann man sich dann am Computer ansehen, welche Interessen der oder die neue Tierfreunde-Bekanntschaft hat – und womöglich weitere Treffen ausmachen. Das SNIF-Tag soll aber nicht nur dem schnellen Datenaustausch dienen: Es kann auch zur Überwachung des Hundes eingesetzt werden, wenn Herrchen oder Frauchen nicht zuhause sind. Mit Hilfe einer Basisstation speichert das Tag dann, wie lange der Hund schläft, sich bewegt oder sich gar in der Wohnung erleichtert – einsehbar auch aus der Ferne per Browser.

SNIF Labs will noch in diesem Jahr einen Betatest in der Umgebung der US-Ostküstenmetropole Boston starten, sobald man eine Zulassung für seinen Funksender erhalten hat. Preise für SNIF-Tag oder die Benutzung des Netzwerkes wurden noch nicht genannt.

Social-Networking-Experten sind sich allerdings nicht sicher, ob die Idee wirklich sticht. Skeptisch ist etwa Valdis Krebs, der Ananlysewerkzeuge für soziale Netzwerke programmiert und selbst Hundebesitzer ist: "Warum sollte jemand Geld für etwas ausgeben, das er eh schon tut? Die Leute treffen auch jetzt schon Menschen, wenn sie mit ihrem Hund spazieren gehen."

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(bsc)

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