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Bemannte Missionen zum Mars: Boeing zeigt Konzept für interplanetare Raumfahrt

Die NASA will in den 30er-Jahren zum Mars. Ein Raumfahrzeug dafür gibt es noch nicht, aber mehrere Konzerne entwickeln Konzepte für das Vorhaben. Nun hat Boeing seine Pläne öffentlich gemacht. Sie umfassen eine Raumstation und einen Transporter.

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So soll Boeings "Deep Space Gateway" aussehen.

(Bild: Boeing)

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Boeing hat ein Jahr nach einem entsprechenden Aufruf der NASA ein Konzept für eine Raumstation als Ausgangspunkt für bemannte interplanetare Missionen zum Mars vorgestellt. Es zeigt eine Raumstation beim Mond, die als Deep Space Gateway dienen, sowie einen Raumtransporter, der Menschen zum Roten Planeten bringen soll. Als Antrieb dafür setzt Boeing auf ein Ionentriebwerk, wie es die NASA etwa bei der Raumsonde Dawn einsetzt. Die für die Raumstation nötigen Einzelteile könne man mit vier Starts des geplanten Space Launch Systems der NASA in den frühen 2020ern ins All bringen, ist Boeing überzeugt.

Der Entwurf eines Raumtransporters

(Bild: Boeing.)

Viel mehr technische Einzelheiten gibt es von dem US-Konzern nicht, sondern nur grobe Details. So soll die Raumstation Andockvorrichtungen besitzen, wie sie bei der Internationalen Raumstation eingesetzt werden. Von dort könnte dann der bemannte Raumtransporter seine Reise zum Mars beginnen. In diesem Transporter sollen die menschlichen Passagiere besonders vor den Gefahren interplanetarer Reisen, also vor allem der intensiven Strahlung geschützt sein. Wie das genau gewährleistet werden soll, erläutert Boeing nicht. Der Schutz vor Strahlung ist gegenwärtig immer noch eines der größten Probleme auf dem Weg zum Mars. Auch andere Konzepte liefern hierfür noch keine Lösungsvorschläge.

Das Boeing-Konzept ist eine Antwort auf einen Aufruf der NASA an Partner aus der Industrie. Im Rahmen des Programms NextSTEP-2 (Next Space Technologies for Exploration Partnerships-2) sollen 12 Unternehmen Prototypen und Konzepte für Habitate entwickeln, in denen Menschen interplanetare Missionen absolvieren können. Daran beteiligen sich Bigelow Aerospace, Lockheed Martin, Orbital ATK, Sierra Nevada Corporation’s Space Systems, NanoRacks und eben Boeing. Ihnen bleibt noch bis Anfang 2018 Zeit und die US-Weltraumagentur will die besten Konzepte mit Prämien im Gesamtwert von 65 Millionen US-Dollar auszeichnen. (mho)