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BenQ-Manager wegen Verdachts auf Insiderhandel und Geldwäsche angeklagt

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Die Staatsanwaltschaft in Taipeh hat wegen mutmaßlichen Insiderhandels und Geldwäsche Anklage gegen Topmanager des BenQ-Konzerns erhoben. Laut Digitimes wird Aufsichtsratschef K. Y. Lee, BenQ-Präsident Sheaffer Lee sowie dem Finanzchef Eric Yu vorgeworfen, vier Angestellte angewiesen zu haben, 22,35 Millionen nicht verteilte Bonus-Aktien an der Börse zu veräußern. Die Einnahmen in Höhe von umgerechnet 25,5 Millionen US-Dollar seien zuerst zu dem malaysischen Tochterunternehmen Creo Ventures und von dort zurück zu BenQ transferiert worden. Ein Großteil des Geldes soll laut Medienberichten in neue BenQ-Aktien investiert worden sein.

Bereits im März 2007 war dem Unternehmen vorgeworfen worden, Vorteilsaktien zwischen Januar und März 2006 an Creo Ventures veräußert zu haben, kurz bevor BenQ den ersten Quartalsverlust in der fünfjährigen Unternehmensgeschichte bekannt gab. BenQ hatte in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass über das Unternehmen Aktien im Rahmen eines Bonusprogramms an ausländische BenQ-Angestellte verteilt wurden, dieser Fakt von der Staatsanwaltschaft jedoch nicht berücksichtigt worden sei.

BenQ wies nach Angaben des Wall Street Journal die Anschuldigungen zurück. K. Y. Lee erklärte laut Bloomberg, die Staatsanwaltschaft habe ihn im April zwei Stunden befragt, dabei sei aber von Insiderhandel nicht die Rede gewesen. Bereits im März wurden BenQ-Topmanager nach einer Durchsuchung der BenQ-Konzernzentrale in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh verhaftet und kamen bis auf Eric Yu alle auf Kaution wieder frei. (Fabian Richter) / (anw)