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Bericht: Amazons Verlagsoffensive verpufft

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Amazons Versuch, den großen Buchverlagen Konkurrenz zu machen, wird offenbar aufgegeben. Wie der Branchen-Newsletter Shelf Awareness meldet, wird der eigens für die Verlagssparte Amazon Publishing eingestellte Leiter Larry Kirshbaum Anfang kommenden Jahres seinen Posten räumen.

"Die 4-Stunden Woche" wurde in den USA von Amazon, in Deutschland von Ullstein verlegt.

(Bild: Ullstein)

Der ehemalige Chef der Time Warner Book Group sollte mit Amazons Großverlag die Konkurrenz in Bedrängnis bringen. Nun sei aber klar, dass der Widerstand der traditionellen Buchbranche gegen den "erbarmungslosen Konkurrenten" wohl zu stark war. Mehreren Angestellten sei bereits gekündigt worden, heißt es weiter. Kleinere Verlage unter dem Dach von Amazon Publishing mit dem Fokus auf bestimmte Genres (Mystery, Science-Fiction) sollen demnach aber erhalten bleiben.

Im Herbst 2011 hatte der Online-Einzelhändler Amazon angekündigt, seine Bemühungen als Buchverlag zu verstärken und selbst Bücher herauszubringen. Dazu wurden namhafte Autoren von anderen Verlagen abgeworben. Der traditionelle Buchhandel habe sich dann aber gesträubt, Amazon-Titel ins Programm zu nehmen, heißt es bei Shelf Awareness.

Es habe sich gezeigt, dass viele der Autoren, die Amazon unter Vertrag nehmen wollte, ihren Erfolg dem traditionellen Buchhandel verdankten. Bei den ersten Titeln hätte diese Weigerung des Buchhändlers Barnes & Noble und anderer Händler negative Auswirkungen auf die Verkaufszahlen gehabt. Der große Erfolg sei jeweils ausgeblieben. (mho)

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