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Bericht: Elpida drosselt die DRAM-Produktion

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Um angesichts der weiterhin sehr niedrigen Verkaufspreise für DRAM-Bauelemente die Kosten zu senken, drosseln der angeschlagene japanische Hersteller Elpida und sein taiwanisches Tochertunternehmen ihre Produktion deutlich. Nach Informationen der taiwanischen Digitimes soll der Ausstoß an SDRAM-Chips für den Hauptspeicher von Servern, Desktop-PCs und Notebooks um rund 30 Prozent sinken. Ob das nennenswerte Auswirkungen auf die DRAM-Preise hat, bleibt abzuwarten: Elpida hat nur rund 15 Prozent Umsatz-Marktanteil, es geht also um die Größenordnung von 5 Prozent des Weltmarktes.

Elpida steht vor der Übernahme durch Micron. Damit würde Micron zum zweitgrößten DRAM-Hersteller nach Samsung und vor Hynix aufsteigen. Die Produktionskürzungen regen Spekulationen an, wonach sich Elpida stärker auf das Geschäft mit Mobil-Speicherchips wie LPDDR3 oder Grafik-SDRAM wie GDDR5 konzentrieren wolle, wo tendenziell höhere Preise zu erzielen sind.

Im NAND-Flash-Markt, wo die Preise zurzeit ebenfalls niedrig liegen, hatte Toshiba kürzlich den Ausstoß gedrosselt. Nach Schätzungen von Trendforce führte das dazu, dass der Samsung-Martkanteil noch weiter gestiegen ist, nämlich von 34 auf rund 42 Prozent. Eigentlich hatte Toshiba das Ziel, dichter an Samsung heranzurücken. Die NAND-Flash-Preise sind aber nicht gestiegen, wenn man den Angaben von Bloomberg vertraut, die wiederum von der Trendforce-Abteilung DRAMeXchange.com stammen. (ciw)