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Bericht: Facebooks Ex-Sicherheitschef arbeitet für die NSA

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Facebooks ehemaliger Sicherheitschef, Max Kelly, arbeitet inzwischen für den US-Geheimdienst NSA. Zwar habe er das soziale Netzwerk bereits 2010 verlassen, aber bislang sei nicht bekannt gewesen, wohin, schreibt die New York Times. Diese Personalie verdeutliche die engen Verbindungen zwischen dem Silicon Valley und der National Security Agency, die durch die Enthüllungen des Guardian ins Licht gerückt sind.

Außerdem berichtet die Zeitung, dass Skype im Rahmen eines geheimen Programm namens "Project Chess" 2008 auszuloten begonnen hat, wie den Sicherheitsbehörden ein einfacher Zugang zur Kommunikation der Nutzer gewährt werden kann. Dabei ging es um technische, aber auch juristische Hürden für solche Überwachungen. In der Firma, die damals noch zu eBay gehörte, war nur ein kleiner Kreis aus weniger als zwölf Leuten in das Programm eingeweiht. Inzwischen gehört Skype zu Microsoft, der Konzern habe den Bericht aber nicht kommentieren wollen.

Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hatte dem Guardian und der Washington Post Dokumente zugespielt, die einen direkten Zugriff des NSA auf die Server verschiedener Internetdienste, darunter auch Microsoft nahelegten. In den Dementis der Konzerne war danach fast wortgleich dieser direkte Zugriff verneint worden, was andere technische Möglichkeiten aber nicht ausschloss.

Die Enthüllung von "Project Chess" zeigt erneut die enge Zusammenarbeit der IT-Industrie mit der NSA, die für den Geheimdienst große Vorteile hat. "Du gibst freiwillig Daten an Facebook, die du niemals freiwillig der Regierung geben würdest," wie es der Autor Bruce Schneier gegenüber der Zeitung auf den Punkt bringt. (mho)

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