Bericht: IBM steigt von Microsoft Office auf Lotus Symphony um

Eine interne Anweisung sieht laut "Handelsblatt" vor, dass die hauseigene Office-Software innerhalb von zehn Tagen auf allen Rechnern des Konzerns installiert sein muss. Bisher haben demnach 330.000 Mitarbeiter den Umstieg vollzogen.

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Von
  • Andreas Wilkens

Der US-amerikanische IT-Konzern IBM will weltweit künftig auf den Computern seiner Mitarbeiter nicht mehr die Bürosoftware von Microsoft laufen lassen. Die rund 360.000 Mitarbeiter des Konzerns sollten statt des Redmonder Office-Pakets die hauseigene Software Lotus Symphony nutzen, berichtet das Handelsblatt. Das sehe eine interne Anweisung der Unternehmensleitung vor, die dem Blatt vorliegt. Bis zum Jahresende sollten IBM-Dokumente im für jedermann lizenzfreien .odf-Format erstellt werden.

Microsoft Office wird bei IBM demnach nur noch nach Genehmigung installiert. Symphony muss binnen zehn Werktagen auf allen Rechner installiert sein, lautet eine interne Anweisung von Ende August. Bis heute sollen 330.000 Mitarbeiter Symphony installiert haben. Es gehe nicht darum, Kosten einzusparen. Vielmehr wolle IBM sicherstellen, dass in Zukunft alle Informationen auf allen IT-Plattformen und im Internet verfügbar seien. Dafür nutze IBM offene Formate und Open-Source-Software.

Lotus Symphony beruht auf OpenOffice in der alten Version 1.x und enthält die Textverarbeitung Documents, die Tabellenkalkulation Spreadsheets und die Präsentationssoftware Presentations. Die IBM-Entwickler haben das Büropaket an entscheidenden Stellen verändert. So präsentiert sich IBMs Bürosoftware mit einer eigenständigen Oberfläche; das Zeichenprogramm, der Formeleditor und die Datenbank fehlen. Im Juni 2009 erschien die jüngste Version 1.3. Die interne Abkehr von Microsoft Office bereitet IBM seit Juni 2008 vor.

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(anw)