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Bericht: Intel verheiratet MeeGo mit LiMo

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Nach unbestätigten Informationen der Financial Times Deutschland plant Intel, das mobile Linux-Betriebssystem MeeGo mit dem der LiMo Foundation zusammenzuführen. Es wäre Intels zweiter Versuch, starke Partner bei der Entwicklung einer Linux-Plattform für Smartphones, andere mobile Geräte und den Einsatz in Autos zu finden.

Das MeeGo-Projekt ist gerade einmal 18 Monate alt, erst im Februar 2010 verkündeten Intel und Nokia, dass sie ihre Mobile-Linux-Plattformen Moblin und Maemo künftig gemeinsam unter dem Namen MeeGo weiterentwickeln würden. Doch Nokia hatte kein Glück mit seinem Linux-Engagement und wechselte im Februar 2011 auf Windows Phone als Betriebssystem für seine künftigen Smartphones.

Vor der Veröffentlichung des Nokia N9 erhöhten die Finnen noch einmal ihr Engagement bei MeeGo. Seit das N9 fertiggestellt ist, hat sich Nokia aus der MeeGo-.Entwicklung verabschiedet. Intel lenkt jetzt allein die Geschicke der vormals gemeinsamen Linux-Plattform unter dem Dach der Linux Foundation.

Durch den Zusammenschluss mit der LiMo Foundation, in der etliche Gerätehersteller und Mobilfunkanbieter vor allem aus dem asiatischen Markt zusammengeschlossen sind, bekäme Intel wieder Unterstützung durch einige große Hersteller von Smartphones wie NEC, Samsung und Panasonic.

Allerdings musste auch die LiMo Foundation in der Vergangenheit Federn lassen: Ende 2009 zog sich Motorola aus der aktiven Entwicklung der LiMo-Plattform zurück – bis dahin hatte Motorola große Teile zum Common-Code-Pool der LiMo-Plattform beigesteuert. Inzwischen hat Google, Initiator der konurrierenden Open Handset Alliance, die Mobilfunksparte von Motorola übernommen. LiMo-Smartphones sind vor allem im asiatischen Raum verbreitet. (mid)