Menü

Bericht: Japan plant Finanzspritze für Elpida

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 4 Beiträge
Von

Die japanische Regierung will den Chiphersteller Elpida finanziell unterstützen. Das Wirtschaftsministerium habe die möglichen taiwanischen Partner in dem geplanten Speicher-Konglomerat Taiwan Memory darüber informiert, berichtet die japanische Rundfunkgesellschaft NHK. Laut Wall Street Journal haben Vertreter des Ministeriums am Dienstag die taiwanische Regierung über eine mögliche Unterstützung von Elpida unterrichtet, allerdings hätten diese aber nicht bestätigt, dass der DRAM-Hersteller Staatsmittel erhalten solle.

Elpida ist einziger nicht-taiwanischer Kandidat für die Teilnahme an dem geplanten DRAM-Konglomerat Taiwan Memory, in dem sich unter anderem notera, Nanya, Powerchip, ProMOS, Rexchip oder Winbond über die Wirtschaftskrise retten sollen. Elpida wurde selbst im Jahr 2000 in einem Joint Venture der japanischen Konzerne NEC, Hitachi und Mitsubishi Electric gegründet. Der drittgrößte DRAM-Hersteller hatte Oktober bis Dezember 2008 einen Umsatzrückgang um 34 Prozent auf umgerechnet 527 Millionen Euro und einen Nettoverlust von 552 Millionen Euro zu verkraften. Im März erhielt das Unternehmen von seinen Investoren eine Kapitalspritze von 350 Millionen Euro.

Die japanische Regierung hat ein Gesetz beschlossen, das Finanzhilfen auch für Firmen außerhalb der Finanzbranche vorsieht. Dieses muss noch das Parlament passieren. Die taiwanische Regierung will den einheimischen DRAM-Fertigern finanziell unter die Arme greifen, aber die Subventionsspritze soll möglichst effizient wirken: Deshalb soll mit Taiwan Memory eine Mega-Firma entstehen, die gegen die koreanische Konkurrenz von Samsung und Hynix bestehen kann. John Hsuan, der mit dem Aufbau des Konglomerats beauftragt ist, kann sich vorstellen, für den Zugriff auf Elpida-Patente und -Know-how Kapital in die japanische Firma zu pumpen oder Anteile zu erwerben. (anw)