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Bericht: Markt für USB-Flash-Speicher wächst bei leicht sinkenden Preisen

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Im zweiten Quartal 2012 wurden weltweit rund 63,24 Millionen USB-Flash-Speicher (USB-Sticks) verkauft – gut 6 Prozent mehr als noch in den ersten drei Monaten des Jahres, melden die Marktforscher der Santa Clara Consulting Group (SCCG). Für das dritte Quartal liegen die Zahlen noch nicht vor, SCCG geht allerdings von einem anhaltenden leichten Wachstum aus. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Analysten Verkaufszahlen bis zu 257,5 Millionen Stück.

Die vorherrschende Kapazitätsgröße liegt derzeit bei 16 GByte. Mehr als jeder vierte (27 Prozent) verkaufte USB-Stick bietet so viel Speicherplatz. Modelle mit 8 GByte und mehr Kapazität machen gut die Hälfte (48 Prozent) des Gesamtmarktes aus. Regional zeigen sich laut SCCG jedoch deutlich Unterschiede. So liegt die durchschnittlich verkaufte Speicherkapazität in Amerika mit 20,28 GByte deutlich höher als in Japan, wo noch USB-Sticks mit 8 GByte und kleiner dominieren.

SanDisk, Kingston und Transcend decken knapp die Hälfte des weltweiten Marktes für USB-Flash-Speicher ab.

(Bild: SCCG)

Während die Großhandelspreise im zweiten Quartal nach Angaben von SCCG weltweit um etwa 7 Prozent nachgaben – nicht zuletzt dank eines Überangebotes an NAND-Flash-Chips – verzeichnet der Consumer Electronics Marktindex Deutschland (CEMIX) für die erste Jahreshälfte einen Preisschwund von 8,7 Prozent. Der durchschnittliche Verkaufspreis für USB-Sticks im deutschen Consumer-Markt lag bei 10,84 Euro. Im Zeitraum von Januar bis Juni 2011 mussten Kunden hierzulande noch durchschnittlich 11,87 Euro zahlen.

Der von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Kooperation mit dem Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) und der GfK Marketing Services GmbH (GfK) regelmäßig erhobene CEMIX zeigt für Deutschland allerdings auch ein deutlicheres Absatzwachstum an. In der ersten Jahreshälfte 2012 wurden knapp 8 Millionen USB-Sticks verkauft – 31,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Angesichts des moderaten Preisverfalls bescherte das Verkaufsplus den Anbietern ein Umsatzwachstum von fast 20 Prozent. Absatzfördernd hatte sich hierzulande auch eine Ankündigung der Zentralstelle für private Überspielrechte (ZPÜ) ausgewirkt, die im Bundesanzeiger eine drastische Erhöhung der Urheberechtsabgabe auf USB-Sticks und Speicherkarten zum 1. Juli 2012 bekannt gegeben hatte. In der Folge kam es zu Hamsterkäufen.

Seit 2008 fallen die Preise für USB-Sticks nur noch moderat, während sich die durchschnittlich verkaufte Kapazität von 8 auf 16 GByte verdoppelt hat.

Weltweit wird das Geschäft mit den USB-Sticks von einigen wenigen Herstellern dominiert. Laut SCCG liegt SanDisk mit einem Marktanteil von 20 Prozent knapp vor Kingston mit 18 Prozent. Dahinter folgen Transcend (11 Prozent), Hewlett-Packard (8 Prozent) und Verbatim (7 Prozent). Daneben tummeln sich noch zahlreiche weitere Anbieter, die allerdings global betrachtet nur auf marginale Marktanteile kommen, zum Teil aber in einzelnen Länder beziehungsweise Regionen eine wichtigere Rolle spielen können. (map)