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Bericht: Mehr Nexus-Smartphones mit Android "Jelly Bean"

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Laut einem Bericht des Wall Street Journal will Google bei der nächsten Android-Version Jelly Bean stärker mit den Smartphone-Herstellern zusammenarbeiten. Demnach sollen bis zu fünf Hersteller das neue System schon früh erhalten, um Geräte unter Googles Android-Marke "Nexus" auf den Markt bringen zu können. Schon Ende November könnten die Geräte in den Handel kommen. Außerdem wolle Google wieder verstärkt auf den direkten Verkauf dieser Nexus-Geräte setzen, statt wie zuletzt vorwiegend über die Verkaufskanäle der Mobilfunkanbieter. Die Tageszeitung beruft sich dabei auf Quellen aus dem Unternehmensumfeld.

Strategiewechsel: Android Ice Cream Sandwich stellte Google exklusiv mit Samsung vor, für die nächste Version Jelly Bean arbeitet Google frühzeitig mit mehreren Herstellern zusammen.

(Bild: Google)

Bisher hatte Google bei neuen Android-Versionen jeweils mit einem einzelnen Hersteller an der Optimierung des Systems und an Google-Smartphones unter der Marke "Nexus" gearbeitet. Das erste Google-Smartphone Nexus One kam von HTC, die Nachfolger Nexus S und Galaxy Nexus von Samsung. Die übrigen Hersteller erhielten erst nach diesen Flaggschiffen Zugriff auf den Quellcode der neuen Version. Dem Bericht zufolge will Google bei der kommenden Version "Jelly Bean" bis zu fünf Hersteller früher einbeziehen und gemeinsam mit ihnen Smartphones und Tablets als spezielle Google-Geräte unter der "Nexus"-Marke anbieten.

Dieser Schritt könnte einerseits der vielfach kritisierten Fragmentierung von Android entgegenwirken, durch die die meisten Besitzer von Android-Geräten viele Monate auf neue Betriebssystem-Versionen warten müssen oder erst gar nicht mit Updates versorgt werden. Andererseits würde Google damit auf Hersteller zugehen, die in einer Übernahme des amerikanischen Smartphone- und Tabletherstellers Motorola durch Google eine zukünftige Bevorzugung von Motorola beim Zugriff auf Android befürchten.

Mit dem Versuch, Smartphones über einen eigenen Shop zu verkaufen, war Google bereits vor zwei Jahren gescheitert. Damals hatte Android-Chef Andy Rubin einen Shop für das damalige Nexus-Modell One nach kurzer Zeit wieder geschlossen, weil er "als Vertriebsweg eine Nische für 'early adopters' geblieben" sei. (acb)