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Bericht: Minderjährige schrauben bei Foxconn illegal Echos zusammen

Der Guardian berichtet, dass 16-jährige bei Foxconn nachts Überstunden schieben, um Amazons Alexa-Lautsprecher Echo zu fertigen.

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In den Fabriken von Foxconn werden Geräte für diverse Elektronik- und PC-Firmen produziert.

(Bild: dpa, David Chang/EPA/dpaBildfunk+++)

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Laut einem Bericht des britischen Guardian kam es kürzlich erneut zu Arbeitsrechtverstößen bei Foxconn, einem der größten Auftragsfertiger elektronischer Geräte. Statt regulärer Arbeitskräfte soll Foxconn in der chinesischen Stadt Hengyang Schüler ab 16 Jahren über ihre Lehrkräfte als Praktikanten angeheuert haben, die regelmäßig Überstunden schieben und auch nachts arbeiten mussten. Statt je acht Stunden an fünf Tagen waren je zehn Stunden an sechs Tagen die Regel; wer sich dagegen wehrte, wurde entlassen und durch andere Schüler ersetzt. Die zusätzliche Arbeitszeit wurde zwar vergütet, ist aber nach chinesischen Gesetzen illegal.

Stand Foxconn in der Vergangenheit wegen problematischer Fertigungsbedingungen von Apple-Hardware in der Kritik, so soll es sich diesmal um einen anderen Großkunden gehandelt haben: Die Schüler wurden an Fertigungslinien eingesetzt, von denen Amazons Alexa-Lautsprecher der Echo-Serie gelaufen sind. Amazon hat gegenüber dem Guardian zu Protokoll gegeben, dass man den Anschuldigungen nachgehe und man zusätzliches Personal vor Ort geschickt habe, um die Arbeitsbedingungen engmaschiger zu überprüfen.

Kritik an Arbeitsbedingungen bei Foxconn

(Bild: dpa, Ritchie B. Tongo)

Ein Bericht von China Labor Watch beklagt die illegalen Arbeitsbedingungen in einer chinesischen Foxconn-Fabrik, in der auch Amazon Echo Dots produziert werden.

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Foxconn hat dem Guardian gegenüber bestätigt, dass es Verfehlungen auf lokaler Managementebene gegeben habe und man sein Praktikantenprogramm stärker überprüfen werden, damit es nicht mehr zu Überstunden und Nachtschichten von Minderjährigen kommen werde. Zusätzlich werden man mehr reguläre Arbeitskräfte einstellen. (mue)