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Bericht: NSN erwägt massiven Stellenabbau

Nokia hat am Mittwoch die Übernahme der bisher von Siemens gehaltenen Anteile der gemeinsam Netzwerktochter abgeschlossen. Damit wird Siemens aus dem Namen getilgt, die Abkürzung NSN bleibt erhalten und steht künftig für Nokia Solutions and Networks. Über diese Formalien hinaus gibt es offenbar weitergehende Pläne für die bisher weitestgehend glücklose Netzwerksparte.

Laut einem Bericht der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg spielt NSN intern das Szenario eines massiven Stellenabbaus durch, um die Profitabilität auch bei stagnierenden Umsätzen zu steigern. Im Zuge dessen könnten Fertigungsstandorte in Finnland, Indien und China geschlossen oder verkauft und die betroffene Produktion ausgelagert werden.

Bei Nokia Solutions and Networks, wie NSN seit der Nokia-Übernahme heißt, droht wieder ein Stellenabbau.

(Bild: dpa)

Rund 8500 Jobs könnten den noch nicht beschlossenen Plänen zum Opfer fallen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf drei mit den Vorgängen vertraute Personen. Das Ziel sei, die Belegschaft bis Ende 2014 von derzeit rund 50.500 Mitarbeitern um rund 17 Prozent auf 42.000 zu verkleinern. Sprecher von Nokia und NSN wollten den Bloomberg-Bericht nicht kommentieren.

NSN hat in den vergangenen zwei Jahren bereits tausende Arbeitsplätze gestrichen, auch in Deutschland. Der Netzwerkausrüster, 2007 als Joint Venture der Netzwerksparten von Nokia und Siemens gegründet, hat es mit starker Konkurrenz von Ericsson und Alcatel-Lucent sowie den chinesischen Ausrüstern Huawei und ZTE zu tun. Seit seiner Gründung steckt das Unternehmen in den roten Zahlen.

In Deutschland hat NSN noch etwa 6000 Mitarbeiter an 17 Standorten. Ende 2012 hatte der Ausrüster seine deutsche Service-Tochter geschlossen, für die betroffenen 1000 Mitarbeiter gibt es eine Auffanglösung. Weitere Standorte sollen geschlossen werden, einige Sparten verkauft. (vbr)

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