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Bericht: NSN will Anleihe von bis zu 750 Millionen Euro platzieren

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Der angeschlagene Telekomausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) will sich offenbar erstmals Geld am Anleihemarkt beschaffen. Das Unternehmen wolle mit der Ausgabe eines hoch verzinsten Papiers bis zu 750 Millionen Euro erlösen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Mit dem frischen Kapital sollen die Verbindlichkeiten bei Banken gesenkt und die finanzielle Lage des Unternehmens verbessert werden. Noch sei aber keine endgültige Entscheidung über die Platzierung gefallen.

Zuvor hatte die Financial Times (Montagsausgabe) über die geplante Ausgabe einer Anleihe im Frühjahr berichtet. Der Abbau von Bankverbindlichkeiten gilt als wichtige Voraussetzung für einen möglichen Börsengang des Unternehmens. Dieser sei von den Eigentümern zuletzt wieder ins Spiel gebracht worden. Nokia und Siemens hatten bereits 2011 mit einem Ausstieg geliebäugelt, sind aber sowohl mit der Suche nach einem Käufer als auch dem Börsengang gescheitert. Stattdessen mussten sie eine weitere Milliarde Euro in das Unternehmen stecken.

Dieses Jahr läuft der Vertrag aus, der den beiden Eigentümern Nokia und Siemens einen einseitigen Ausstieg verbietet. Wie es dann weitergeht, ist offen. Siemens hatte erklärt, erst einmal müsse NSN auf eigenen Füßen stehen. Das Gemeinschaftsunternehmen steckt seit der Gründung im Jahr 2007 in den roten Zahlen und fährt jetzt einen harten Sanierungskurs mit dem Abbau von 17.000 Stellen, davon 2900 in Deutschland. In den vergangenen Quartalen entspannte sich die Lage etwas – NSN verdient vor allem dank der neuen Mobilfunktechnik LTE seit der Jahresmitte 2012 zumindest operativ Geld. (dpa) / (axk)

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