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Bericht: SAP verliert an Boden im stagnierenden Markt für SCM-Software

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Für Software zur Verwaltung ihres Beschaffungswesens (Supply Chain Management, SCM) gaben Unternehmen 2009 weltweit rund 6,2 Milliarden US-Dollar aus. Laut Gartner bedeutet das gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 0,7 Prozent. Vor allem der Verkauf neuer Lizenzen sei um mehr als 7 Prozent zurück gegangen, melden die Marktforscher. Nach deren Einschätzung hat die wirtschaftliche Krise 2009 Unternehmen veranlasst, ihre Ausgaben für SCM-Anwendungen entweder zu senken oder zumindest auf alternative Bezugswege zu verlagern. Denn bei SCM-Anwendungen, die im Subskriptionsmodell (Miete oder Leasing) – statt des klassischen Lizenzkaufs – bezogen wurden, registrierte Gartner einen Umsatzzuwachs von mehr als 10 Prozent. Die Ausgaben für entsprechende Wartungs- und Serviceverträge blieben zumindest stabil gegenüber 2008.

Unter den weltweit größten Anbietern von SCM-Software hatte vor allem Marktführer SAP mit den Sparmaßnahmen seitens der Anwenderunternehmen zu kämpfen. Der deutsche Konzern aus Walldorf büßte beim Umsatz (1,22 Milliarden US-Dollar) fast 9 Prozent ein – der Marktanteil ging um knapp zwei Prozent auf rund 20 Prozent zurück. Hauptkonkurrent Oracle hingegen hielt die Erlöse bei rund einer Milliarde US-Dollar stabil und belegt mit einem Marktanteil von knapp 17 Prozent nach wie vor Rang zwei. Allein Ariba erzielte eine deutliche Steigerung: im Vergleich zu 2008 erhöhte der aufstrebende Anbieter seinen Umsatz um 8,8 Prozent auf fast 229 Millionen US-Dollar. Ariba hat sich dem Thema Cloud Computing verschrieben und vertraut auf Software-as-a-Service-Modelle (SaaS). (map)