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Bericht: Schwellenländer bekommen generalüberholtes Galaxy Note 7 mit kleinerem Akku

Totgesagte leben länger: Samsung plant einem Zeitungsbericht zufolge, das Galaxy Note 7 mit kleinerem Akku und anderem Gehäuse in Schwellenländern anzubieten.

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Samsung Galaxy Note 7

(Bild: dpa, Kim Hee-Chul)

Samsung plant eine erneute Veröffentlichung des zurückgerufenen Galaxy Note 7 in leicht abgewandelter Form, wie die Wirtschaftszeitung Korea Economic Daily berichtet: Mit einem etwas kleineren Akku und einem überarbeiteten Gehäuse soll es in Ländern wie Indien und Vietnam voraussichtlich ab Juni wieder in den Verkauf gehen. Ob der nicht nur im übertragenen Sinne verbrannte Produktname Galaxy Note 7 beibehalten wird, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Samsung hat dem Bericht nach vor, Kernkomponenten der zurückgerufenen Note-7-Smartphones wie Displays und Hauptplatinen zusammen mit einem anderen, etwas kleinerem Akku – im Bereich von 3000 mAh bis 3200 mAh statt den ursprünglichen 3500 mAh – in ein neues Gehäuse zu verpflanzen. Dadurch kann Samsung nicht nur die vom Note-7-Debakel verursachten Verluste eindämmen, sondern sich auch das teure Recycling der einwandfreien Komponenten sparen und Strafzahlungen an das koreanische Umweltministerium vermeiden. Zudem kann der Zeitraum bis zum Verkaufsstart eines wohl angedachten Galaxy Note 8 überbrückt werden.

Dem Bericht nach hat Samsung bislang rund 98 Prozent der 3,16 Millionen Galaxy Note 7 eingesammelt, die bis zum Verkaufsstopp ausgeliefert wurden. Abzüglich von rund 200.000 Geräten, die zur Analyse und Fehlerfindung eingesetzt wurden, liegen bei Samsung damit rund 2,5 Millionen Exemplare auf Lager, von denen jetzt zumindest Teile ein zweites Leben bekommen.

Rückruf in mehreren Akten

Samsung hatte das Galaxy Note 7 im Spätsommer 2016 in den Verkauf gebracht, doch weil innerhalb weniger Wochen über 100 Exemplare in Brand geraten waren, wurde es zurückgerufen. Als auch Austauschgeräte mit als sicher deklarierten Akkus eines zweiten Zulieferers brandgefährlich wurden, hat Samsung angekündigt, den Verkauf vollständig einzustellen. Im Januar 2017 hatte Samsung einen umfangreichen Untersuchungsbericht zu den Vorfällen veröffentlicht.

(mue)

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