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Bericht: Sharp prüft Abbau von 3000 Stellen

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Der japanische Elektronik-Riese Sharp erwägt angeblich den Abbau von 3000 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen könnte zu den Stellenstreichungen nach einem hohen Verlust im vergangenen Quartal gezwungen sein, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am heutigen Donnerstag unter Berufung auf informierte Personen. Das Minus werde auf rund 100 Milliarden Yen (gut eine Milliarde Euro) geschätzt. Auslöser sei das schwache Geschäft mit LCD-Bildschirmen und Fernsehern. Sharp will die Zahlen für das Ende Juni abgeschlossene erste Geschäftsquartal am 2. August vorlegen.

Der Stellenabbau könnte laut Kyodo auch Europa betreffen und auf bis zu zwei Jahre gestreckt werden. Der Sharp-Konzern hat nach jüngsten Angaben mehr als 55.000 Beschäftigte, davon 21.000 bei der Muttergesellschaft. Das Unternehmen hatte in dem Ende März abgeschlossenen Quartal bereits den Rekordverlust von 376,1 Milliarden Yen verbucht. Im vergangenen Vierteljahr wurden die Zahlen auch durch die Beilegung einer Wettbewerbsklage in den USA belastet, die Sharp knapp 200 Millionen Dollar kostete.

Für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr stellte Sharp bisher einen Verlust von 30 Milliarden Yen in Aussicht. Die Prognose könnte jedoch angesichts der geplanten Umstrukturierung verschlechtert werden, berichtete Kyodo. (anw)