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Bericht: Tablets auf dem Vormarsch, Netbooks auf dem Rückmarsch

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Aktuellen Zahlen der Marktforscher von Context zufolge gingen die Verkaufszahlen von Netbooks in den ersten beiden Monaten des Jahres in Westeuropa um mehr als 52 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2011 zurück. Der Marktanteil der einst boomenden preiswerten Mini-Notebooks an den gesamten Absatzzahlen mobiler Rechner in der Region halbierte sich damit nahezu auf 11,7 Prozent. Context beruft sich bei der Analyse auf die von den wichtigsten Großhändlern in der Region gemeldeten Verkaufszahlen, die immerhin knapp die Hälfte des Computergeschäftes in Westeuropa abwickeln – absolute Zahlen offenbaren die Marktforscher indessen nicht.

Während die Notebook-Absatzzahlen im Jahresvergleich um knapp 1,3 Prozent zulegen konnten, verzeichneten die Analysten im Gesamtmarkt – Desktop-PCs, mobile Rechner, Workstations und Server – ein Minus von 7,7 Prozent gegenüber Januar und Februar des vergangenen Jahres. Ein positiveres Bild zeigt sich erst, wenn Tablets in die Betrachtung einbezogen werden: dann ergibt sich insgesamt ein Anstieg der Verkaufszahlen um 1,5 Prozent.

Nach Einschätzung von Context-CEO Jeremy Davies sind es insbesondere Tablets, aber auch die neuen Ultrabooks, die für den Rückmarsch der Netbooks verantwortlich gemacht werden können. Zudem würden sich auch immer mehr Hersteller aus dem Netbook-Segment zurückziehen, um sich stärker auf Tablets und Ultrabooks zu fokussieren – einerseits wegen der geringen Margen der Netbooks, andererseits wegen der rückläufigen Nachfrage seitens der Käufer. "Allein in Großbritannien ging der Netbook-Markt in den ersten beiden Monaten 2012 um 33,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode zurück, während die Tablet-Verkäufe über den Großhandel in der gleichen Zeit um fast 192 Prozent kletterten", skizziert Davies die Situation exemplarisch für einen der größten Absatzmärkte innerhalb Westeuropas. (map)