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Bericht: Yahoo und Microsoft sprechen wieder miteinander

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Während eines Treffens hochrangiger Manager von Microsoft und Yahoo am vergangenen Montag haben sich die Unternehmen erstmals über die Übernahmepläne des Redmonder Softwarekonzerns ausgetauscht, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise. Die Zusammenkunft sei die erste seit dem Übernahmeangebot Microsofts vom 31. Januar und markiere einen "Durchbruch" in der Kommunikation der beiden Börsenriesen, nachdem Yahoo das Übernahmeangebot abgelehnt hatte.

Bei dem Treffen sei es allerdings nicht um Verhandlungen gegangen, heißt es weiter. Microsoft habe den anwesenden Yahoo-Managern seine Pläne für ein gemeinsames Unternehmen präsentiert. Unklar sei der Zeitung zufolge, ob die CEOs Jerry Yang und Steve Ballmer an dem Treffen teilgenommen haben. Ähnliche Zusammenkünfte habe es bei Yahoo auch mit Vertretern anderer möglicher Partner – wie Time Warners AOL oder Rupert Murdochs News Corp. – gegeben.

Yahoo steht derzeit unter Druck, die Gewinne des Internetkonzerns gehen zurück. Ende Januar hatte Microsoft ein Übernahmeangebot von 31 US-Dollar pro Aktie vorgelegt, das Yahoo wenig später als unterbewertet abgelehnt hatte, obwohl es zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe mit 44,6 Milliarden US-Dollar rund 60 Prozent über dem Börsenwert Yahoos lag. Das aus Barmitteln und Microsoft-Aktien gemischte Angebot ist nach Kursverlusten der Microsoft-Papiere inzwischen noch rund 41,9 Milliarden US-Dollar wert.

Bisher hat Microsoft nicht nachgebessert, unter anderem weil das Unternehmen noch keine Einsicht in Yahoos Bücher nehmen konnte, wie es im Wall Street Journal heißt. Sollten sich die Unternehmen nicht noch einigen können, rechnen Beobachter damit, dass Microsoft versucht, die Mehrheit der Anleger hinter sich zu bringen und die Kontrolle im Yahoo-Verwaltungsrat zu erlangen. Zuletzt hatte Yahoo die Nominierungsfrist für Kandidaten für den Verwaltungsrat verlängert, um sich mehr Spielraum in dem Übernahmepoker zu verschaffen.

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