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Bericht: YouTube und Warner einigen sich über Musikvideo-Lizenzen

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Die US-amerikanische Plattenfirma Warner Music Group und YouTube stehen kurz vor einer Einigung über die Lizenzierung von Musik-Videoclips für die Online-Plattform. Nach monatelangen Verhandlungen könnte diese Woche noch eine Vereinbarung bekannt gegeben werden, berichtet das Wall Street Journal, das sich auf eingeweihte Personen beruft. Demnach soll Warner das Recht bekommen, Werbeplatz zu seinen Videos zu verkaufen beziehungsweise durch Dritte verkaufen zu lassen und den größten Teil der daraus erzielten Einnahmen einzustreichen. Auch könnten Warner-Videos oder einzelne Künstler von Sponsoren unterstützt werden. Bei Warner stehen Musiker wie Neil Young, Gnarls Barkley, Michael Bublé und Alanis Morissette unter Vertrag.

Warner hatte 2006 als erste der großen Plattenfirmen einen Vertrag mit der eigentlich für private Videos geplanten Plattform YouTube abgeschlossen. Ende vorigen Jahres war bekannt geworden, dass die Verhandlungen über eine Verlängerung des Vertrags gescheitert waren, die Warner-Videos wurden aus YouTube zurückgezogen. Im Juli nahmen die beiden Unternehmen ihre Verhandlungen wieder auf. Ein Hauptstreitpunkt ist laut dem Zeitungsbericht gewesen, dass Warner die durch die Werbeanzeigen erzielten Umsätze zu gering waren. Die nun angestrebte neue Vereinbarung ähnele der, die Youtube im Frühjahr mit der Universal Music Group erzielt hat – mit dem Unterschied, dass kein eigenständiges Portal eingerichtet werden soll. (anw)